Pressemitteilungen vom Landkreis Goslar

22.07.21: Corona-Virus: Steigende Inzidenz könnte zu Regelverschärfungen führen

Nicht nur im Bund, sondern auch im Landkreis Goslar nimmt das Corona-Infektionsgeschehen aktuell wieder zu. Stand heute liegt die vom Robert-Koch-Institut (RKI) berechnete Sieben-Tage-Inzidenz bei 7,3. Es ist also nicht auszuschließen, dass in den kommenden Tagen der Wert von zehn Neuinfektionen binnen einer Woche überschritten wird. Tritt dieser Fall ein, werden die Regeln wieder ein wenig verschärft.

Landrat Thomas Brych erläutert, dass eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht ab Tag Eins der Überschreitung eintritt: „Per Allgemeinverfügung müssen wir feststellen ab welchem Tag die Inzidenz die Schwelle von zehn Neuinfektionen überschritten hat. Erst dann greifen auch die verschärfenden Regeln.“

Laut Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen müssen Landkreise beziehungsweise kreisfreie Städte die Regelschraube anziehen, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den relevanten Grenzwert überschreitet. Die erforderliche Allgemeinverfügung ist dann am vierten Tag auf den Weg zu bringen, ab Tag Fünf gelten dann die entsprechenden Vorschriften.

Landrat Brych hofft, dass der Landkreis die Zehner-Inzidenz frühestens am bevorstehenden Samstag überschreitet. Würde diese Entwicklung dann anhalten, stünden die strengeren Regeln dann frühestens ab Mittwoch kommender Woche ins Haus.

„Die Entwicklung ist noch nicht dramatisch, wir müssen die Lage jedoch im Blick behalten. Die potentiellen Verschärfungen halten sich glücklicherweise auch noch im Rahmen. Veränderungen gibt es vor allem hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen, der Beherbergung und der Regelungen zu Feierlichkeiten in gastronomischen Betrieben“, erläutert Landrat Brych.

Für das Goslarer Volksfest, das noch bis einschließlich Sonntag, 25. Juli auf dem Osterfeld läuft, könnte die steigende Inzidenz jedoch bereits am Wochenende Folgen haben. Dort greift nämlich die Regelung, dass ab Überschreiten der 10er-Inzidenz sofort verschärfte Schutzmaßnahmen umzusetzen sind. Der Veranstaltung hat sich mit seinem Hygienekonzept zu dieser Vorgehensweise verpflichtet.

Weiterführende Informationen zu den möglichen Regel-Verschärfungen sind dem Corona-Stufenplan des Landes Niedersachsen zu entnehmen. Ferner wird auch der Landkreis in den kommenden Tagen weitere Details veröffentlichen.

 

21.07.21: Impfkampagne: Impfmobil des Landkreises steuert die Kommunen an

Über 90.000 Menschen im Landkreis Goslar haben bereits eine erste Impfung gegen eine schwere Erkrankung mit dem Coronavirus erhalten. Mehr als 65.000 davon verfügen bereits über den vollständigen Impfschutz. Um das Tempo der Impfkampagne auch weiterhin hochzuhalten, wird der Landkreis in der kommenden Woche mit einem Impfmobil in die Fläche ausschwärmen. Vor Ort in den kreisangehörigen Kommunen wird allen, die Interesse haben, ganz unbürokratisch und ohne vorherige Terminvereinbarung ein Impfangebot unterbreitet.

Landrat Thomas Brych hofft, dass mit dieser Aktion noch weitere Menschen erreicht werden können. „Mit der bisherigen Impfbereitschaft sind wir sehr zufrieden. Dennoch ist auch noch ein wenig Luft nach oben. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden in der kommenden Woche mit unserem Impfmobil belebte Plätze im gesamten Kreisgebiet anzufahren. Dort kann sich jeder Bürger, jede Bürgerin über 18 Jahre ganz spontan und unbürokratisch impfen lassen“, erläutert der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Gewählt werden kann zwischen den Impfstoffen der Hersteller Johnson & Johnson und Biontech. Bei erstgenanntem Präparat ist nur eine Impfung erforderlich, um den vollen Impfschutz zu erhalten. Die erforderliche Zweitimpfung mit der Vakzine von Biontech erfolgt gebündelt am 20. August im Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker.

Die Impfwilligen benötigen ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass oder Versichertenkarte) und - sofern vorhanden – ihren Impfpass. Sofern kein Impfpass vorhanden ist, wird vor Ort ein Ersatzdokument ausgestellt. Die Aufnahme der persönlichen Daten und die Registrierung der Impfung erfolgt ganz unbürokratisch direkt am Impfmobil.

Der Landkreis weist in diesem Zusammenhang noch auf weitere Sonderaktionen hin. Am Freitag, 23. Juli 2021, gibt es im Impfzentrum in Oker eine freie Impfaktion, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Von 9 bis 12 Uhr wird das Präparat von Johnson & Johnson verabreicht.

Am Freitag, 30. Juli.2021, bieten mobile Teams in der Mensa der TU Clausthal freie Impftermine mit Johnson & Johnson an. Die Impfungen sind in der Zeit von 9 bis 18 Uhr möglich. Das Angebot richtet sich vornehmlich an die Studierenden und Bediensteten der Einrichtung. Impfwillige ohne Bezug zur TU werden selbstverständlich nicht abgewiesen und können sich ebenfalls impfen lassen.

Zusätzlich werden am kommenden Montag, 26. Juli, im Impfzentrum Goslar weitere Termine für Erstimpfungen mit BioNtech/Pfizer freigeschaltet. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren können ausschließlich telefonisch über die Hotline des Landes Niedersachsen (0800) 9988665 angemeldet werden. Vor Ort ist die Begleitung eines Erziehungsberechtigten notwendig. Personen ab 18 Jahren können sich auch online über www.impfportal-niedersachsen.de einen Termin buchen.

 

 Folgende Plätze werden vom Impfmobil angefahren:

 

Tag

Datum

Uhrzeit

Ort

Montag

26.07.2021

09:00 - 12:00

Stadt Bad Harzburg
Forstwiese 5
38667 Bad Harzburg

Montag

26.07.2021

14:00 - 16:00

EDEKA Brüggendick
Am Buchholzplatz 6
38700 Braunlage

Dienstag

27.07.2021

08:00 - 13:00

Wochenmarkt Goslar
Am Jakobikirchhof
38640 Goslar

Dienstag

27.07.2021

14:00 - 17:00

Marktkauf Goslar
Carl-Zeiß-Str. 4
38644 Goslar

Mittwoch

28.07.2021

09:00 - 11:00

NP Markt Lutter
Frankfurter Str. 26
38729 Lutter

Mittwoch

28.07.2021

12:00 - 14:00

EDEKA Herrmann
Poststr. 51
38704 Liebenburg

Donnerstag

29.07.2021

09:00 - 12:00

Wochenmarkt Seesen
Jacobsonstr.
38723 Seesen

Donnerstag

29.07.2021

14:00 - 17:00

REWE Langelsheim
Lange Str. 60
38685 Langelsheim

 

 

 

15.07.21: Landkreis Goslar impft an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld

Das Impfzentrum des Landkreises Goslar wird am Freitag, 30. Juli 2021, mit mobilen Impfteams in der Mensa der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld Station machen. Das Angebot richtet sich vornehmlich an die Studierenden und Bediensteten der Einrichtung. Impfwillige ohne Bezug zur TU werden selbstverständlich nicht abgewiesen und können sich ebenfalls impfen lassen. Beginn ist um 9 Uhr.

Verabreicht wird das Präparat des Herstellers „Johnson & Johnson, bei dem eine Impfung für den vollen Schutz ausreicht.

Am kommenden Sonntag, 18. Juli, und am Montag, 19. Juli, erhalten Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren im Impfzentrum in Oker (Helmut-Sander-Sporthalle) die Möglichkeit einer Corona-Schutzimpfung. Geimpft wird mit der Vakzine von Biontech. Dieser Impfstoff ist der bislang einzige der für die Impfung dieser Altersgruppe zugelassen ist. Vor allem für Sonntag stehen noch zahlreiche Termine zur Verfügung. Anmeldungen dafür können ausschließlich über die Hotline des Landes unter (0800) 99 88 665 vereinbart werden. Impfbeginn am Sonntag ist um 9 Uhr.

Am Freitag, 23. Juli, wird es wie bereits berichtet im Impfzentrum in der Zeit von 9 bis 12 eine freie Impfaktion mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geben. Für eine Impfung in diesem Zeitfenster ist keine vorherige Anmeldung notwendig.

 

13.07.21: Zusätzliches Impfangebot für Jugendliche im Alter zwischen 12 bis 17 Jahren am Sonntag, 18. Juli

Das Impfzentrum des Landkreises Goslar beteiligt sich am kommenden Sonntag, 18. Juli 2021, an der Impfaktion des Landes Niedersachsen für Kinder und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren. Insgesamt stehen für diesen Tag 1.170 Impftermine für die genannte Zielgruppe zur Verfügung. Verabreicht wird das Präparat von Biontech.

Um Kindern und Jugendlichen eine Impfmöglichkeit zu bieten, hatte die Administration des Impfzentrums bereits für Montag, 19. Juli, gezielt Termine mit der Vakzine von Biontech für diesen Personenkreis reserviert. 870 Termine für diesen Tag sind bereits vergeben, weitere 90 Termine stehen noch zur Verfügung.

Die Sonderimpfaktion am Sonntag ergänzt das Angebot nun nochmals, so dass mehr als 1.000 weitere Jugendliche eine Impfung erhalten können. Die minderjährigen Impflinge müssen von mindestens einem Erziehungsberechtigten begleitet werden.

Die für beide Tage verfügbaren Termine können über die telefonische Hotline des Landes Niedersachsen unter (0800) 99 88 665 gebucht werden.

12.07.21: Geimpft in den Sommer

Impfzentrum des Landkreises bietet spontane Impfaktion ohne vorherige Terminvereinbarung an

 Am Freitag, 23. Juli 2021, bietet das Impfzentrum des Landkreises Goslar eine freie Impfaktion an. Alle Interessierten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können sich an diesem Tag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarung impfen lassen. Verabreicht wird die Vakzine des Herstellers Johnson & Johnson, ein Vektorimpfstoff, bei dem eine einzige Impfung ausreicht, um den vollen Impfschutz zu erhalten.

Die Impfwilligen werden gebeten, ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass oder Versichertenkarte) und – sofern vorhanden – ihren Impfpass mitzubringen. Sofern kein Impfpass vorhanden ist, wird vor Ort ein Ersatzdokument ausgestellt. Die Aufnahme der persönlichen Daten und die Registrierung der Impfung erfolgt ganz unbürokratisch direkt im Impfzentrum.

09.07.21: Mit den Reiserückkehrern kommen die Neuinfektionen

Coronafall am Goslarer Ratsgymnasium / Zahlreiche

Schülerinnen und Schüler müssen sich Tests unterziehen

Das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Goslar bewegt sich zwar weiterhin auf einem überschaubaren Niveau, die vom RKI ausgewiesene Inzidenz liegt Stand heute (9. Juli 2021) bei 4,4, die Wochen, in denen keinerlei Ansteckungsfälle zu verzeichnen waren, sind jedoch bereits seit einigen Tagen vorbei.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, hat sich die Mehrheit der betroffenen Personen auf Reisen im Ausland angesteckt. Vier Infektionen gehen direkt auf Reiserückkehrer zurück, drei weitere auf Kontakte in deren familiären Umfeld. Neben der beliebten Baleareninsel Mallorca gehören das spanische Festland, die Dominikanische Republik sowie Tunesien zu den bereisten Ländern.

Amtsarzt Stefan Posselt wertet die aktuelle Entwicklung zwar noch nicht als besorgniserregend, weist aber darauf hin, dass sich die Situation auch schnell zum Negativen entwickeln könnte. „Nicht die Infektion eines Einzelnen ist im Zweifel das Problem, sondern die nicht zu vernachlässigende Wahrscheinlichkeit, dass dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Von daher ist es trotz des Impffortschritts weiterhin zwingend erforderlich, Abstand zu halten, wo immer erforderlich Maske zu tragen und die Kontakte so zu gestalten, dass eine Nachverfolgung jederzeit möglich bleibt“, erläutert der Mediziner. Ferner appelliert Stefan Posselt an die Bürger, dass nicht alles (Stichwort Feiern und Großveranstaltungen) was die aktuelle Verordnungslage erlaubt, auch sofort gemacht werden muss.

Schlechte Nachrichten kommen in diesem Zusammenhang aus dem Goslarer Ratsgymnasium. Ein Schüler der Lehranstalt hat sich vermutlich auf dem Rückweg von einem Kurztrip im Flugzeug mit der als hochinfektiös geltenden Delta Variante angesteckt. Leider hat es der Schüler nach positivem Corona-Selbsttest versäumt, die Schule und sämtliche seiner Kontakte darüber zu informieren. In der Zwischenzeit hat sich auch das Geschwisterkind, das ebenfalls das Gymnasium in einer anderen Jahrgangsstufe besucht, mit dem Virus infiziert. Aufgrund dessen musste das Gesundheitsamt auch hier für die direkten Kontaktpersonen Quarantäne anordnen. In über 50 weiteren Fällen sollen nun Corona-Tests für Klarheit sorgen. Für insgesamt 75 Schülerinnen und Schüler wurde Distanzunterricht angeordnet.

Auch Landrat Thomas Brych blickt mit gewisser Sorge auf die jüngsten Entwicklungen. „Ich möchte wirklich niemandem seine Urlaubsreise absprechen oder vermiesen. Die neuesten Ansteckungsfälle zeigen uns jedoch, dass auf Reisen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Und auch der Fall aus dem Ratsgymnasium führt uns vor Augen, dass wir weiterhin höchste Sensibilität walten lassen müssen. Corona-Selbsttests machen im Übrigen nur Sinn – auch das verdeutlicht dieser Fall – wenn damit im Nachgang auch seriös und ehrlich umgegangen wird“, sagt Landrat Brych.

Wie sich die Inzidenz im Landkreis Goslar vor diesem Hintergrund entwickeln wird, kann noch nicht eindeutig abgeschätzt werden. „Ob wir auf die Rücknahme bestehender Lockerungen zusteuern, können wir noch nicht beantworten“, sagt Landrat Brych, „dazu müssen wir die weiteren Testungen abwarten. Das gegenwärtige Geschehen sollte für uns alle aber ein Warnschuss sein. Neben dem nun aufgetretenen Fall im Ratsgymnasium wurde auch bei einem anderen Reiserückkehrer (Tunesien) die Delta Variante festgestellt. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und wir sollten neben der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln daher ganz viel Kraft in einen positiven Fortgang der Impfkampagne investieren.“

09.07.21: Erstimpfungen: Über 400 Termine können direkt gebucht werden

Im Impfzentrum des Landkreises Goslar stehen in der kommenden Woche insgesamt noch rund 400 Termine für Erstimpfungen zur Verfügung. Verabreicht wird der mRNA-Impfstoff von Moderna.

Die Termine, die für Montag, Dienstag und Freitag angesetzt sind, können ab sofort direkt (ohne Warteliste) über das Impfportal des Landes Niedersachsen (www.impfportal-niedersachsen.de) gebucht werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit der telefonischen Buchung über die Hotline (0800) 99 88 665.

02.07.21: Stiko-Empfehlung sorgt für Verunsicherung im Impfzentrum und am Bürgertelefon

Impftermine können ohne Warteliste gebucht werden / Landkreis startet Impfkampagne, die sich an Menschen mit Migrationshintergrund wendet

Die jüngste Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass Menschen, die bei der ersten Impfung die Vakzine von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff beispielsweise von Moderna oder Biontech erhalten sollen, hat im Impfzentrum des Landkreises und am Corona-Bürgertelefon am heutigen Freitag (2. Juli) für zahlreiche Nachfragen und die Absage von Terminen geführt.

Wie Claudia Thiele, Leiterin des Impfzentrums in Oker, berichtet, hat die Stellungnahme große Verunsicherung hervorgerufen und letztlich erneut dazu geführt, dass eine Impfung mit dem Präparat des schwedisch-britischen Herstellers auf Ablehnung stößt.

Die Organisation im Impfzentrum stellt das vor eine große Herausforderung, denn für Personen ab 60 Jahre war bisher auch bei der Zweitimpfung das Präparat von Astrazeneca vorgesehen. Das Land Niedersachsen hat nun zwar angekündigt, dass künftig auch hier für die Zweitimpfung ein mRNA-Impfstoff eingeplant werden soll. Solange das Land dieser Ankündigung jedoch nicht durch Lieferung ausreichender Mengen an mRNA-Impfstoff nachkommt, werden die terminierten Zweitimpfungen weiterhin mit Astrazeneca durchgeführt werden müssen.

Landrat Thomas Brych freut es, dass bereits zahlreiche Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Goslar von der Möglichkeit einer Impfung Gebrauch gemacht haben. „Die Impfbereitschaft ist bisher sehr groß gewesen. Ich hoffe, dass es auch so bleibt, damit bis zum Herbst die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger geschützt ist. Insofern wäre es ein weiteres positives Signal, wenn die Termine schnell vergeben wären“, sagt der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Wer Fragen zu seinem bestehenden Impftermin hat oder diesen absagen möchte, richtet sein Anliegen bitte an die E-Mail-Adresse impfen.info@landkreis-goslar.de

Am Montag, 19. Juli, also kurz vor Beginn der Sommerferien, bietet der Landkreis Impftermine speziell für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf bis 17 Jahren an. Verabreicht wird der Impfstoff von Biontech. Dieser ist das bisher einzige Präparat, das für die Impfung dieser Altersgruppe zugelassen ist. An diesem Tag wird im Impfzentrum in

Oker zusätzlich zu den Ärzten auch eine Vertretung des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes für eine Beratung zur Verfügung stehen.

Die Zweitimpfung erfolgt dann am 30. August. Diese Terminbuchung kann über die Hotline des Landes ((0800) 9988665) oder über das Impfportal und die dortige Warteliste erfolgen.

Derweil hat der Landkreis in dieser Woche auch eine Impfkampagne gestartet, die sich gezielt an Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund richtet. In verschiedenen kurzen Videoclips, die unter anderem auf dem Instagram-Kanal der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe beim Landkreis Goslar (@demokratieleben_lkgoslar) veröffentlicht werden, nehmen unter anderem die Bad Harzburger Apothekerin sowie DFB- und FIFA-Schiedsrichterin Riem Hussein Stellung zum Thema Impfen.

Mit dieser Kampagne, an der sich mit der gebürtig aus Aserbaidschan stammenden Frau Dr. Iskenderova auch eine Goslarer Ärztin beteiligt, möchte der Landkreis Vorurteile abbauen und mögliche Ängste und Vorbehalte hinsichtlich einer Covid-19-Schutzimpfung nehmen.

Erste Kreisrätin Regine Breyther erläutert, dass bei Menschen mit Migrationshintergrund mitunter recht große Skepsis gegenüber einer Impfung gegen eine Erkrankung mit dem Coronavirus herrsche. „Vor allem junge Frauen haben die Befürchtung, dass eine Impfung zur Unfruchtbarkeit führen könnte. Dafür gibt es gegenwärtig jedoch keine belastbaren Anhaltspunkte. Mit der Impfkampagne – so unsere Absicht - wollen wir mit diesen Gerüchten aufräumen und aktiv für eine Impfung werben“, sagt Breyther.

Landrat Thomas Brych blickt derweil – und das natürlich auch aufgrund der aktuellen Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante - mit gemischten Gefühlen auf die steigenden Reisetätigkeiten. „Ich habe vollstes Verständnis, dass die Menschen nach Monaten des Verzichts und der Kontaktbeschränkungen ein erhöhtes Bedürfnis nach sozialer Nähe und der Unternehmung von Reisen verspüren. Bei aller Euphorie und beschwingter Sommerlaune möchte ich jedoch daran erinnern, dass die Pandemie trotz guten Impffortschritts noch nicht überstanden ist. Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie die Meidung großer Menschenansammlungen sollten daher weiterhin stets Berücksichtigung finden. Bei zwei der drei gemeldeten Neuinfektionen in dieser Woche handelt es sich um Reiserückkehrer. Das Risiko sollte daher nicht unterschätzt werden“, rät Landrat Thomas Brych.

30.06.21: Landkreis stellt Bürgertelefon und E-Mail-Adresse ein Kontakt zum Impfzentrum über neues E-Mail-Postfach möglich

Ende dieser Woche stellt der Landkreis Goslar den Betrieb seines Corona-Bürgertelefons (05321/76-333) und der E-Mail-Adresse veranstaltunggs@landkreis-goslar.de ein. Das Bürgertelefon sowie das elektronische Postfach werden am Freitag, 2. Juli 2021, vorerst letztmalig besetzt sein.

Beide Informations- und Kontaktkanäle waren seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres geschaltet. Lediglich das Bürgertelefon legte im vergangenen Sommer, als die Infektionszahlen zurückgingen, eine kleine Pause ein.

Bis heute weist die Statistik über 16.000 Anrufe und rund 5.000 eingegangene E-Mails auf. Besonders groß war der Informationsbedarf in der Bevölkerung stets, wenn die Landesregierung eine neue Corona-Verordnung auf den Weg gebracht hat.

Eine Erfahrung, die auch Goslars Landrat Thomas Brych teilen durfte, denn pünktlich zur jeweils neuen Corona-Verordnung erreichten auch den Verwaltungschef dutzende Mails, Chatnachrichten oder Anrufe. „Die sich ständig verändernden Verordnungen haben einen enormen Informations- und vor allem Erklärungsbedarf bei den Bürgerinnen und Bürgern ausgelöst. Als positiv werte ich in diesem Zusammenhang jedoch, dass sich die Menschen korrekt verhalten wollten, um nicht gegen die Verordnungen und Regeln zu verstoßen. Nichtsdestotrotz haben die zahlreichen Anfragen aber natürlich auch deutlich gezeigt, dass das Regelwerk großen Interpretationsspielraum bot und bietet und klare Regeln nicht immer sofort auszumachen waren. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich neben ihren normalen Aufgaben über Monate am Bürgertelefon sowie bei der Bearbeitung der eingehenden E-Mail-Anfragen eingesetzt haben, danke ich für ihre tolle und ausdauernde Arbeit, die mitunter auch das Nervenkostüm zu strapazieren vermochte“, so Landrat Brych.

Über die E-Mail-Adresse als auch das Bürgertelefon erreichten die Kreisverwaltung auch immer wieder zahlreiche Anfragen zum Thema Impfen. In der Hauptsache ging es um die Verschiebung oder Absage bestehender Termine im Impfzentrum. Der direkte Kontakt zum Impfzentrum zum Zweck individueller Abstimmungen soll auch weiterhin möglich sein. Dafür wird ab Samstag, 3. Juli 2021, die Adresse impfen.info@landkreis-goslar.de geschaltet.

Über diese Adresse können jedoch keine Impftermine vereinbart werden, sondern nur Anfragen zu bereits bestehenden Impfterminen sind möglich.

Die Impfhotline des Landes Niedersachsen zur Terminvereinbarung ist weiterhin unter der Rufnummer (0800) 99 88 665 erreichbar, das Impfportal im Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de

Bei Fragen rund um die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen steht weiterhin die Corona-Hotline der Landesregierung unter (0511) 120 6000 zur Verfügung.

Die Corona-Infoseite der Kreisverwaltung (https://corona.landkreis-goslar.de) wird ebenso wie das Corona-Dashboard zunächst weiterbetrieben.

29.06.21: Impfzentrum meldet freie Kapazitäten

Nur noch 700 Personen auf Warteliste des Landes / Kurzfristige Termine mit Präparat von AstraZeneca am Freitag, 2. Juli

Aufgrund freier Kapazitäten haben Impfwillige aus dem Landkreis Goslar aktuell gute Chancen kurzfristig einen Termin im Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker zu erhalten.

Auf der Warteliste des Landes für einen Termin im Impfzentrum stehen aktuell nur noch 700 Personen, zwischenzeitlich waren es mehr als 10.000.

Wie Claudia Thiele, Leiterin des Impfzentrums mitteilt, können aufgrund der aktuell angekündigten Liefermengen allein in der Woche vor den Sommerferien rund 2.640 Termine für Erstimpfungen angeboten werden.

Ferner konnten für kommenden Freitag, 2. Juli 2021, kurzfristig 339 Impftermine mit der Vakzine von AstraZeneca freigeschaltet werden. Die Termine können von Erwachsenen ab 18 Jahren direkt über das Online-Portal des Landes Niedersachsen (www.impfportal-niedersachsen.de) gebucht werden.

Die Beschränkung auf Personen ab 60 Jahren für den Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens wurden vom Land inzwischen aufgegeben, da alle Impfwilligen der Altersgruppe ab 60 oder älter bereits geimpft wurden oder Impftermine erhalten haben.

Landrat Thomas Brych ruft alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die bisher noch keinen Impftermin erhalten haben, auf, die aktuelle Gelegenheit zu nutzen und einen Termin über die Hotline oder das Internetportal des Landes zu vereinbaren. „Die aktuelle Infektionslage ist ausgesprochen erfreulich. Damit es auch so bleibt, müssen wir vor allem im Bereich der Impfungen am Ball bleiben, da dies das wichtigste Mittel zur Eindämmung der Pandemie ist. Im Landkreis konnten vom Impfzentrum und der Ärzteschaft bereits 80.040 Erst- und 52.314 Zweitimpfungen verabreicht werden. Wir befinden also auf einem sehr guten Weg“, so Landrat Brych.

28.06.21: Landkreis öffnet einige Sporthallen in den Sommerferien

In den bevorstehenden Sommerferien stellt der Landkreis im Zeitraum vom 22. Juli bis 22. August 2021 den Sportvereinen insgesamt neun seiner Sporthallen zur Nutzung zur Verfügung.

Voraussetzung für die Öffnung der Hallen in der Ferienzeit war die Erarbeitung eines Reinigungskonzeptes, das den Anforderungen an die weitere Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens gerecht wird.

Landrat Thomas Brych hofft, dass die Vereine durch diesen Schritt ein wenig der in den vergangenen Monaten ausgefallenen Übungseinheiten nachholen können: „Mehrere Monate ohne Trainingsbetrieb lassen sich natürlich nicht in rund vier Wochen kompensieren. Ich hoffe jedoch, dass die Vereine die Möglichkeit nutzen können und mit ihren Mitgliedern einen sportlichen Sommer verbringen.“

Neben der Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen sind die Vereine auch zur Kontaktnachverfolgung angehalten. Dabei sind Name, vollständige Anschrift, eine Telefonnummer sowie Erhebungsdatum und –zeit zu dokumentieren. Die Kontaktdaten sind für die Dauer von drei Wochen aufzubewahren und nach spätestens vier Wochen zu vernichten.

 

Folgende Sporthallen stehen in den Ferien zur Verfügung:

  1. Sporthalle an der Oberschule Langelsheim
  2. Sporthalle an der Oberschule Liebenburg
  3. Kleine Sporthalle an der Vicco-von-Bülow-Oberschule/ Schule Am Harly
  4. Halle 2 am Schulzentrum Seesen
  5. Dreifachsporthalle in Clausthal-Zellerfeld
  6. Sporthalle am Schulzentrum Braunlage
  7. Sporthalle an der Oberschule Deilich
  8. Beide Hallen am Schulzentrum Goldene Aue
  9. Sporthalle an der Wachtelpforte (reinigungsbedingt ab 10:00 Uhr)

 

24.06.21: Presseinformation des Landes Niedersachsen zur Bereitstellung digitales Impfzertifikat

Pressemitteilung

21.06.21: Neue Corona-Verordnung bringt umfangreiche Lockerungen für den Landkreis Goslar

Die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen enthält nun ausführliche Regelungen für Landkreises mit einer Inzidenz bis 10. Da dieser Wert im Kreis Goslar schon längere Zeit unterschritten wird, gelten hier die neuen Regelungen bereits seit Montag. Lockerungen gibt es im Bereich der Zusammenkünfte, der Veranstaltungen, der touristischen Angebote und der Beherbergung, der Gastronomie sowie bei Wochenmärkten.

Die wesentlichen Regelungen für die Inzidenz bis 10 im Überblick:

  • Private Zusammenkünfte sind in geschlossen Räumen mit bis zu 25 Personen erlaubt, unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen. Kinder bis 14 Jahren, geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte für bestimmte hilfsbedürftige Personen, werden nicht mitgezählt.
  • Private Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen, bzw. mehr als 50 Personen unter freiem Himmel sind möglich, wenn nur Personen mit dem Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung teilnehmen. Die für die geschlossene Zusammenkunft verantwortliche Person muss dies sicherstellen. Damit werden private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Einschulungen auch im privaten Rahmen wieder möglich.
  • Sitzungen, Zusammenkünfte oder Veranstaltungen sind ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Bedeckung zulässig, wenn in geschlossenen Räumen nicht mehr als 25 Personen und unter freiem Himmel nicht mehr als 50 Personen teilnehmen.
  • Sitzungen, Zusammenkünfte oder Veranstaltungen sind auch mit größeren Personenzahlen erlaubt, dann allerdings mit gesonderten Anforderungen an Abstand, Maskenpflicht, Belüftung, Testung und Kontaktnachverfolgung.
  • Für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich.
  • Stadtführungen und Führungen durch Natur und Landschaften sind ohne Abstand und Maske uneingeschränkt zulässig.
  • Weitere Erleichterungen gibt es für touristische Schiffs-, Kutschfahrten Busfahrten sowie für Seilbahnen.
  • Bei Beherbergungen zu touristischen Zwecken muss ein negativer Test nur noch einmalig bei Anreise vorgelegt werden. Vollständig geimpfte Personen (letzte Impfung plus zwei Wochen) und vollständig genesene Personen können diese Nachweise nutzen.
  • Bei geschlossenen Feiern in der Gastronomie entfallen die zahlenmäßigen Begrenzungen. Bei Feiern ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen draußen müssen aber alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Personen einen negativen Test vorlegen.
  • In Clubs und Discotheken müssen alle Gäste einen negativen Test oder einen Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung vorlegen. Dafür entfallen dann Masken- und Abstandspflicht.
  • Auf Wochenmärkten entfällt die Maskenpflicht.

 

Nun noch einige Hinweise auf wesentliche Änderungen in der Corona-Verordnung, die bereits in Regionen mit einer höheren Inzidenz als 10 gelten:

  • In Regionen mit einer Inzidenz bis 35 sind private Zusammenkünfte mit bis zu 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten möglich. Für Großfamilien gilt eine Sonderregelung, wenn ein Haushalt mehr als neun Personen umfasst. Kinder bis 14 Jahren, geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte für bestimmte hilfsbedürftige Personen, werden nicht mitgezählt.
  • In Regionen mit einer Inzidenz bis 35 entfällt auf Einzelhandelsparkplätzen die Maskenpflicht.
  • Unabhängig von der Inzidenz entfällt das bisherige Übernachtungsverbot zu touristischen Zwecken in Wohnmobilen und Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Flächen komplett. Anderweitige gesetzliche Regelungen, insbesondere die der Straßenverkehrsordnung und des Straßenverkehrsgesetzes, bleiben allerdings unberührt.

 

Landrat Thomas Brych zeigt sich erfreut über die Lockerungen: „Das ist ein Signal in die richtige Richtung. Die Inzidenzwerte im Landkreis Goslar sind seit einiger Zeit konstant niedrig und so ist es nur folgerichtig, unseren Unternehmen und allen Menschen ein Stück Normalität zurückzugeben. Bei aller Vorsicht, die es noch zu wahren gilt, können wir mit einem guten Gefühl in die Sommerzeit gehen.“ Die Inzidenz im Landkreis Goslar liegt laut RKI am Montag bei Null. Damit weist der Landkreis Goslar neben Lüchow-Dannenberg und Wilhelmshaven wieder bundesweit den niedrigsten Wert auf.

Ausführliche Information zu den aktuellen Regelungen gibt es auf den Seiten des Landes Niedersachsen unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus.

 

07.06.21: Gesundheitsamt meldet 140. Todesfall

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat einen weiteren Corona bedingten Todesfall gemeldet. Bereits am 22. Mai verstarb laut Angaben der Behörde ein 85-jähriger Goslarer im hiesigen Krankenhaus.

Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich nun auf 140.

02.06.21: Gesundheitsamt meldet einen weiteren Todesfall

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Laut Mitteilung des Gesundheitsamtes ist am heutigen 2. Juni ein 75-jähriger Mann aus Goslar, der sich mit Covid-19 infiziert hatte, im Universitätsklinikum Göttingen verstorben. Informationen über Vorerkrankungen liegen dem Gesundheitsamt nicht vor.

Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich inzwischen auf 139.

02.06.21: Kreisverwaltung empfiehlt luca-App

Landkreis verteilt Schlüsselanhänger an Kommunen und Tourist-Informationen

Die aktuell niedrigen Infektionszahlen im Landkreis Goslar ermöglichen weitreichende Lockerungen und Öffnungen. In einigen Bereichen ist weiterhin eine Erfassung von Kontaktdaten vorgeschrieben. Um den damit verbundenen logistischen Aufwand für alle Beteiligten so klein wie möglich zu halten, setzt sich die Kreisverwaltung für die Verwendung der luca-App ein. Im Kreishaus können Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte ebenfalls die digitale Datenerfassung nutzen. Hier sind einige besonders frequentierte Bereiche bereits mit QR-Codes ausgestattet.

Landrat Thomas Brych appelliert an Unternehmen, Betriebe und Vereine ebenso wie an alle Einwohnerinnen und Einwohner: „Bitte nutzen Sie ebenfalls dieses kostenlose Angebot! Sie ersparen sich selbst und anderen eine Menge an Bürokratie und Erfassungsaufwand. Außerdem sorgen Sie für eine gute Nachverfolgbarkeit von Kontakten und damit für eine schnelle Unterbrechung von Infektionsketten.“

Für Menschen, die die luca-App nicht auf ihrem Smartphone nutzen können oder wollen, wird ein Schlüsselanhänger angeboten, der nach einer einmaligen Registrierung ohne Smartphone genutzt werden kann, wenn vor Ort ein Erfassungsgerät ist.

Die Kreisverwaltung hat jetzt ein Kontingent von 30.000 Schlüsselanhängern bestellt und den kreisangehörigen Kommunen, den Tourist-Informationen sowie einigen Wohlfahrtsverbänden zur Verteilung überlassen. Landrat Brych stellt klar: „Wir wollen damit Starthilfe leisten und die Nutzung des Systems auch den Menschen ermöglichen, die kein Smartphone zur Verfügung haben. Die Schlüsselanhänger werden kostenlos verteilt, allerdings nur in sehr kleiner Stückzahl, also in haushaltsüblichen Mengen.“ Die Anbieter des Systems haben angekündigt, dass die Schlüsselanhänger künftig in einem Webshop erhältlich sein werden.

Die luca-App wird aktuell in 13 Bundesländern eingeführt, das Land Niedersachsen hat ebenfalls einen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen geschlossen. Der Kreistag hatte bereits am 22. März beschlossen, die App im Landkreis Goslar einzuführen. Mit luca lassen sich nach einer einmaligen Registrierung problemlos und schnell die persönlichen Kontaktdaten erfassen, sei es beim Einkauf, beim Restaurantbesuch, beim Konzert oder im Kino. Das lästige Ausfüllen von Formularen entfällt und Betriebe können damit ihre Dokumentationspflichten ohne Zettelwirtschaft erfüllen.

Derzeit bietet die luca-App noch als einzige eine direkte Schnittstelle zum Gesundheitsamt an. Im Falle einer gemeldeten Infektion können Kontakte so schnell und einfach nachvollzogen werden. Die Auswertung der verschlüsselten Daten erfolgt ausschließlich durch das Gesundheitsamt. Potenzielle Kontaktpersonen werden schnell ermittelt und die Infektionsausbreitung wird eingedämmt.

Informationen zum System und Antworten auf die häufigsten Fragen gibt es beim Landkreis Goslar unter https://corona.landkreis-goslar.de/ oder beim Anbieter der App unter www.luca-app.de. Individuelle Hilfestellung bietet die Kreisverwaltung über ihre Hotline. Sie ist montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr unter der Rufnummer 05321 376747 zu erreichen.

01.06.21: Sporthallen und Sportfreiflächen stehen wieder für den Vereinssport zur Verfügung

Die Vereine im Landkreis Goslar können ab sofort wieder die Sporthallen und Sportfreiflächen im Kreisgebiet nutzen. Möglich machen dies die jüngsten Lockerungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Laut der neuesten Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die seit gestern Wirkung entfaltet, können die Sportanlagen (inkl. Sporthallen) in Landkreises und kreisfreien Städten in denen die Inzidenz stabil unter 35 liegt, wieder regulär durch die jeweiligen Sportvereine genutzt werden. Es gelten keine Kontaktbeschränkungen, und auch Kontaktsport in größeren Gruppen ist wieder möglich.

Mit den neuen Regeln geht auch der Wegfall der bisherigen Testpflicht einher. Die Vereine sind jedoch weiterhin aufgefordert ein Hygienekonzept zu erstellen und umzusetzen. Auch die Nutzung der Duschen sowie Umkleideräume ist ab sofort wieder möglich.

Sporthallen bzw. Sportanlagen, die aufgrund aktueller Bau- oder Sanierungsmaßnahmen geschlossen sind, stehen natürlich nicht zur Verfügung.

Landrat Thomas Brych begrüßt die Öffnung der Sportstätten. „Die vergangenen Monate haben uns deutlich vor Augen geführt, welch hohen Stellenwert der Sport hier bei uns genießt. Deshalb freue ich mich mit allen Vereinen, dass wir nun endlich zu einer gewissen Normalität zurückkehren können und die Sportanlagen öffnen dürfen. Dennoch möchte ich dringend an die Vernunft appellieren und darum bitten weiterhin Vorsicht walten zu lassen. Ich möchte nämlich nicht, dass sportliche Aktivitäten am Ende Grund für ein größeres Ausbruchsgeschehen sind“, sagt Landrat Brych.

Vor diesem Hintergrund wirbt die Kreisverwaltung auch darum die Kontaktnachverfolgung weiterhin aufrecht zu erhalten. Mit der digitalen Lösung der Luca-App ist dies beispielsweise auch ohne großen bürokratischen Aufwand möglich. Und für die Durchbrechung möglicher Infektionsketten könnten die Daten ausgesprochen hilfreich sein.

Sollte die Inzidenz wieder über 35 Neuinfektionen steigen, wird der Landkreis dies mit einer Allgemeinverfügung feststellen. In diesem Zusammenhang würden dann auch wieder andere Regelungen für den Sport greifen.

 

28.05.21: Entwurf der neuen Corona-Verordnung stellt bei einer Inzidenz von unter 35 umfangreiche Lockerungen in Aussicht

Laut Entwurf der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen stehen im Landkreis Goslar ab Montag weitere umfangreiche Lockerungen an.

Während im Einzelhandel die größten Hürden (Testpflicht und Flächenbegrenzung) vor dem Hintergrund des rückläufigen Infektionsgeschehens bereits in dieser Woche gefallen sind, sollen ab der kommenden Woche in nahezu allen Bereichen die Schutzmaßnahmen und Beschränkungen zurückgefahren werden.

Mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen im privaten und öffentlichen Raum wird es indes keine Veränderungen geben. Es bleibt somit bei maximal zehn Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten.

Im Bereich der Bildung kehren die weiterführenden Schulen sowie die Grundschulen in den vollständigen Präsenzunterricht, das so genannte Szenario A, zurück. Die Masken- und regelmäßige Testpflicht (mindestens zweimal pro Woche) wird beibehalten. In den Kindergärten soll das Szenario A ebenfalls den Regelfall bilden.

Weitreichende Lockerungen werden für die Gastronomie in Aussicht gestellt. Laut Verordnungsentwurf der Landesregierung dürfen bei einer Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen nun auch die Innenbereiche von Restaurants und Imbissbetrieben geöffnet werden. Neben der inzwischen obligatorischen Kontaktnachverfolgung muss ein Hygienekonzept befolgt werden. Dies sieht unter anderem das Abstandsgebot und Tragen einer Maske bis zum Einnehmen des Sitzplatzes vor. Zu weiterer Entspannung bei einem möglichen Restaurantbesuch dürfte auch beitragen, dass bei niedriger Inzidenz (unter 35) auch die vorherige Testpflicht entfällt.

Auch Bars Diskotheken und Clubs dürfen unter Beachtung der Personenbegrenzung (10 Quadratmeter pro Besucher) ihre Türen wieder öffnen.

Erleichterungen soll es nach den Ausführungen des Entwurfs auch im Bereich der Freizeit geben. Sportanlagen, dazu zählen unter anderem auch Fitnessstudios und Kletterhallen, werden wieder für den Breitensport geöffnet. Kontaktsport ist auch in größeren Gruppen wieder zulässig. Sportveranstaltungen dürfen überdies innen als auch außen von bis 500 Zuschauern besucht werden. Abstandsregeln und Hygienekonzept sind stets zu beachten.

Kinos, Konzerthäuser und Theater sollen ebenfalls bei den Lockerungen berücksichtigt werden und unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Profiteur der neuen Verordnung dürfte auch das Gastgewerbe werden. Bei entsprechender Infektionslage fällt die Kapazitätsbegrenzung. Hotels dürften dann wieder mehr als 60 Prozent ihrer Zimmer vermieten. Die Testpflicht für Reisende, die bei Ankunft als auch im Verlauf ihres Aufenthaltes negative Testergebnisse nachweisen müssen, bleibt bestehen.

Gute Nachrichten hält der Verordnungsentwurf ferner für die Schwimmbäder bereit. Inzidenzabhängig dürfen Frei- als auch Hallenbäder wieder Gäste empfangen.

Landrat Thomas Brych zeigt sich ob der Aussicht auf mannigfaltige Lockerungen ab der kommenden durchaus erleichtert und zuversichtlich, die Komplexität der Verordnung wertet er jedoch weiterhin kritisch. „Sollte unsere Inzidenz weiterhin stabil unter 35 Neuinfektionen bleiben, können wir uns tatsächlich auf umfassende Lockerungen in nahezu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens freuen. Auch die Testpflicht, die in den vergangenen Wochen durchaus für Unmut gesorgt hat, wird recht großzügig zurückgefahren. Was ich an der neuen Verordnung, die uns bislang nur im Entwurf vorliegt, jedoch weiterhin vermisse ist eine gewisse Normenklarheit. Der Verordnungstext umfasst 54 Seiten, ist also fast so dick wie ein Taschenbuch und von dutzenden Verweisen auf unterschiedliche Paragraphen durchzogen. Das ist ausgesprochen schwer nachzuvollziehen und wird leider erneut zu sehr vielen Nachfragen in der Bevölkerung führen. Ich hätte mir gewünscht, dass hier eine sehr viel übersichtlichere Darstellung – wie angekündigt - gewählt worden wäre“, sagt Landrat Thomas Brych.

Bei allen Lockerungen wird auch die Maskenpflicht unter freiem Himmel berücksichtigt. Per Allgemeinverfügung hebt der Landkreis diese ab Montag, 31. Mai 2021, auf. In der Goslarer Innenstadt sowie in der Kurstadt Bad Harzburg muss zumindest draußen beim Einkaufstummel kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Die Abstands- und Hygieneregeln haben jedoch weiterhin Bestand und sollten im ureigenen Interesse eigehalten werden.

27.05.21: Landkreis hebt Flächenbegrenzung für den Einzelhandel auf Schulen können ab Montag, 31. Mai, in den vollständigen Präsenzunterricht wechseln

Ab morgigen Freitag, 28. Mai 2021, hebt der Landkreis Goslar per Allgemeinverfügung die bisher bestehende Flächenbegrenzung für den Einzelhandel auf. Als Grund für diesen Schritt nennt die Verwaltung das rückläufige Infektionsgeschehen. Der Inzidenzwert liegt seit mindestens fünf Tagen stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

Landrat Thomas Brych freut sich, dass der Landkreis einer gewissen „Normalität“ Stück für Stück näherkommt, überstanden sei die Pandemie jedoch noch nicht. „Wir befinden uns auf einem guten Weg, was sich auch in den Öffnungsschritten der vergangenen Tage zeigt. Dennoch ist die Pandemie leider noch immer nicht überstanden. Entscheidend für den weiteren Verlauf wird vor allem die Impfkampagne sein. Zwar machen wir auch hier mit inzwischen über 60.000 Erstimpfungen gute Fortschritte, am Ende sind wir aber noch nicht angekommen. Abstands-, Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen werden uns daher noch eine Zeit lang begleiten“, beschreibt Landrat Brych die aktuelle Situation.

Mit Blick auf den Schulunterricht teilt Landrat Brych mit, dass ab kommenden Montag, 31. Mai 2021, alle weiterführenden Schulen und alle Grundschulen in den vollständigen Präsenzunterricht, das so genannte Szenario A zurückkehren können beziehungsweise sollten. „Wenn eine Schule davon keinen Gebrauch macht, liegt das nicht in unserer Hand. Diese Entscheidung wird dann individuell vor Ort getroffen. Wir werben auf jeden Fall dafür, dass Szenario A umzusetzen“, erläutert Brych.

Der Entschluss des Landkreises nun doch in das Szenario A zu wechseln, fußt auf einer entsprechenden Konkretisierung durch das Regionale Landesamt für Schule und Bildung. „Die Rechtslage war und ist weiterhin nicht verbindlich. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) hat erst mit Schreiben von heute angeregt, sofern der betroffene Landkreis oder die kreisfreie Stadt in einer Allgemeinverfügung den Zeitpunkt der Über- oder Unterschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 35 oder 50 in einem anderen Bereich (z. B. für den Einzelhandel) bereits festgestellt hat, in das Szenario A zu wechseln. Hier bei uns im Landkreis wurde diese Unterschreitung inzwischen mit zwei Allgemeinverfügungen festgestellt, weshalb wir nun für unsere Schulen diese Empfehlung aussprechen“, erläutert Brych den Prozess der Entscheidungsfindung.

An der Masken- und Testpflicht an Schulen wird weiterhin festgehalten. Dies bedeutet, dass die Schüler immer dort, wo kein Abstand gehalten werden kann, Masken tragen, und sie sich mindestens zweimal pro Woche vor dem Schulbesuch einem Selbsttest unterziehen müssen. Hinzu können noch anlassbezogene Testungen kommen.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die im Kreisgebiet noch in den Städten Goslar und Bad Harzburg an definierten Stellen greift, soll ebenfalls ab Montag kommender Woche aufgehoben werden. Der Landkreis hat sich dazu mit den zuständigen Bürgermeistern abgestimmt. „Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum – beispielsweise in Fußgängerzonen oder auf stark frequentierten Plätzen - kann nach Auffassung unseres Gesundheitsamtes aufgehoben werden. Ich denke über diese Nachricht dürften sich viele Bürgerinnen und Bürger freuen. In geschlossenen Räumen – beispielsweise im Supermarkt - bleibt das Tragen einer Schutzmaske derweil weiterhin Pflicht“, so Landrat Brych.

 

25.05.21: Landkreis hebt Testpflicht für den Besuch des Einzelhandels auf
Auch die Kontaktnachverfolgung kann bei einer Inzidenz unter 50 ausgesetzt werden

Per Allgemeinverfügung hebt der Landkreis Goslar die seit 10. Mai bestehende Testpflicht für Geschäfte des Einzelhandels auf. Grundlage für diesen Schritt ist die neueste Änderung der niedersächsischen Corona-Verordnung, die seit heute (25. Mai) Gültigkeit entfaltet.

Mit dem Wegfall der Testpflicht, was ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz (stabil meint fünf aufeinanderfolgende Tage) von unter 50 der Fall ist, kann auch auf die Kontaktnachverfolgung – egal ob digital oder analog – verzichtet werden.

Die Regelungen gelten jedoch nur für den Einzelhandel. In der Außengastronomie bleiben Testpflicht und die Bestimmungen zur Kontaktnachverfolgung bestehen. Dies gilt im Übrigen auch für kulturelle Einrichtungen wie beispielsweise Museen oder Galerien.

Liegt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 50 Neuinfektionen, stehen ab dem fünften Tag Testpflicht und Kontaktnachverfolgung im Einzelhandel wieder auf der Tagesordnung.

21.05.21: Gesundheitsamt verschickt Bescheinigungen an Genesene

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat in dieser Woche damit begonnen, Bescheinigungen an Personen zu versenden, die von einer Infektion mit dem Coronavirus genesen sind. Bisher konnten bereits über 2.000 Briefe verschickt werden.

Dieser Schritt erfolgt auf Grundlage der aktuell gültigen Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 (SchAusnahmV).

Nach dieser Verordnung mit dem recht sperrigen Namen werden Personen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben, für einen bestimmten Zeitraum vergleichbare Rechte wie bereits vollständig geimpften Menschen eingeräumt.

 

Wer gilt als genesen?

 

Als „genesen“ gelten laut Maßgabe der Verordnung diejenigen Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben – und diese Erkrankung mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können. Dieser Test muss mindestens 28 Tage und höchsten sechs Monate alt sein.

Dieser Zeitraum wird in den vom Landkreis Goslar für alle Erkrankten, für die eine positive PCR-Testung vorliegt, ausgestellten „Genesenen-Nachweise“ dargestellt.

Nach Ablauf dieser Frist wird eine Befreiung von der Testpflicht nur durch die Impfung (mindestens eine Impfung erforderlich) erreicht.

Der Landkreis Goslar hat auch an den Personenkreis den Genesenen-Nachweis versandt, bei denen der vorgenannte Zeitraum bereits abgelaufen ist, da dieser ausschlaggebend für die erforderlichen Impfungen ist. Der Nachweis sollte daher bei Beratungen mit dem Hausarzt oder einem Impfzentrum vorgelegt werden.

Bis zum Erhalt des Nachweises können Betroffene ihre Quarantänebescheide nutzen, auf der die positive Testung auf Covid-19 vermerkt ist. Allerdings werden diese leider wohl nicht überall anerkannt.

 

Hinweis: Wer nur einen positiven Schnelltest oder Symptome aber kein positives PCR-Testergebnis hatte, kann auch keinen Genesenen-Nachweis erhalten.

21.05.21: Pfingstwochenende: Behörden sehen von Großkontrollen ab

Die Goslarer Polizeiinspektion, die Kreisverwaltung sowie die kreisangehörigen Kommunen haben sich darauf verständigt am bevorstehenden Pfingstwochenende zwar auf großangelegte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln zu verzichten, den kritischen Blick, gerade an besucherstarken Orten, behalten sich die Behörden jedoch vor.

In den vergangenen Monaten hatten Polizei, Landkreis und Kommunen zu unterschiedlichen Anlässen (u.a. an schneereichen Winterwochenenden) mit einem Großaufgebot an Ordnungskräften auf den mitunter massiven Besucheransturm reagiert, und die Einhaltung der Corona-Regeln überwacht. Aus Sicht der Behörden ist eine solche Vorgehensweise an diesem Wochenende nicht angezeigt, wenngleich auch über Pfingsten mit einem verstärkten Reiseverkehr in den Harz gerechnet wird.

„Die Lockerungen in den vergangenen Wochen verbunden mit einer sinkenden Infektionslage stimmen zuversichtlich, und wir gehen davon aus, dass sich die möglichen Besucherströme gut verteilen dürften. Ferner herrscht in zahlreichen Bereichen ein strenges Testregime, und auch die Hygienekonzepte im Einzelhandel und Gastgewerbe sind erprobt. Hinzu kommt die inzwischen weitverbreitete digitale Nachverfolgung mit der Luca-App, sodass wir uns gut gerüstet sehen“, erläutert Landrat Thomas Brych die aktuelle Situation.

Vor allem die Polizei wird natürlich im Rahmen ihres üblichen Dienstes und Personaleinsatzes unterwegs sein und etwaige Verstöße entsprechend ahnden.

Mit Blick auf den so genannten „Stufenplan 2.0“ des Landes Niedersachsen weist Brych darauf hin, dass die Regelungen in diesem Papier noch keine Gültigkeit entfalten, sondern es sich dabei quasi um eine Art „Vorabinformation“ handelt, wie es nach der aktuell gültigen Verordnung weitergehen könnte. „In den vergangenen Tagen erreichen uns zahlreiche Nachfragen zu den unterschiedlichen Lockerungsschritten, die je nach Inzidenz, laut Stufenplan des Landes vorgesehen sind. Hier müssen wir immer wieder darauf verweisen, dass gegenwärtig die Corona-Verordnung greift, die noch bis zum 30. Mai läuft. Der Stufenplan ist noch nicht in Kraft. Es gibt zwar schon deutliche Signale seitens des Landes, dass es ab der kommenden Woche weitere Lockerungen geben soll. Für das nun anstehende Wochenende ist das jedoch noch nicht der Fall“, unterstreicht der Verwaltungschef.

Die im Landkreis Goslar aufgeweichten Kontaktbeschränkungen – hier dürfen sich seit gestern wieder bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen – greifen im Übrigen nur für Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreisgebiet oder für Personen in deren Heimat die Inzidenz ebenfalls unter 35 liegt. Wer aus Regionen kommt, in denen die Inzidenz diesen Wert übersteigt, gilt die Grundregel: ein Hausstand plus maximal zwei Personen aus einem weiteren Hausstand, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

20.05.21: Inzidenz unter 35 führt zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Personen sich innerhalb einer Woche unter 100.000 Einwohnern mit dem Coronavirus angesteckt haben, im Landkreis Goslar unter den Wert von 35 Neuinfektionen gesunken. Stand 20. Mai liegt die Inzidenz bei 30,8.

Aus diesem Grund greift ab sofort die Allgemeinverfügung zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen, die der Landkreis bereits im März dieses Jahres erlassen hatte.

Demnach dürfen sich nun wieder bis zu zehn Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten treffen; Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Dies gilt sowohl für Zusammenkünfte im privaten als auch im öffentlichen Raum sowie beim Sport.

Landrat Thomas Brych weist darauf hin, dass es zunächst nur bei der Lockerung der Kontaktbeschränkungen bleibt. „Mit Blick auf das Infektionsgeschehen befinden wir uns auf einem guten Weg, und ich freue mich sehr, dass wir laut den Zahlen des RKI nun die Schwelle von 35 Neuinfektionen unterschritten haben. Über die Aufweichung der Kontaktbeschränkungen hinaus wird es jedoch zunächst keine weiteren Lockerungen geben. Das heißt, dass die umfangreiche Testpflicht weiterhin ihre Gültigkeit entfaltet und es sind auch keine weiteren Öffnungsschritte hinsichtlich der Gastronomie vorgesehen“, erläutert Brych.

Die Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen gelten jedoch nur für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Goslar oder für Menschen aus Regionen, die gleichlautende Regelungen getroffen haben. Personen aus Regionen, in denen die Inzidenz über 35 liegt, sind von solchen Treffen ausgeschlossen. Steigt die Inzidenz wieder über 35 gilt wieder die Grundregel: ein Haushalt plus zwei Personen aus einem anderen Haushalt. Auch hier werden Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren jedoch nicht mitgezählt.

19.05.21: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Laut Mitteilung des Gesundheitsamtes ist bereits am 13. Mai ein 65-jähriger Mann aus Goslar, der sich mit Covid-19 infiziert hatte, verstorben. Am vergangenen Montag erlag eine 81-jährige Frau aus Vienenburg der Krankheit im Goslarer Krankenhaus.

Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich inzwischen auf 138.

18.05.21: Oberverwaltungsgericht kippt Niedersächsisches Beherbergungsverbot von Urlaubern aus anderen Bundesländern

Gastgeber aus dem Landkreis Goslar dürfen ab sofort auch wieder Urlauber aus anderen Bundesländern beherbergen. Das Niedersächsische Oberveraltungsgericht hat die so genannte „Landeskinderregelung“ bei der Beherbergung zu touristischen Zwecken vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Der 13. Senat ist damit einem Antragssteller aus Nordrhein-Westfalen gefolgt, der ab dem 22. Mai 2021 einen Urlaubs-Aufenthalt in einer Ferienwohnung auf Borkum antreten will, und sich gegen das Verbot aus der Corona-Verordnung gewandt hatte. Das Land Niedersachsen hatte mit dieser Vorschrift geregelt, dass sich Übernachtungs- und Vermietungsangebote in Hotels, Ferienwohnungen und -häusern, Campingplätzen und ähnlichen Einrichtungen nur an Personen richten dürfen, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben.

Laut Einschätzung des Oberverwaltungsgerichts sei dies jedoch keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme und stelle eine Ungleichbehandlung dar.

Die Außervollzugsetzung ist allgemeinverbindlich, das heißt, die betroffene Regelung ist in Niedersachsen gegenwärtig nicht zu beachten.

 

14.05.21: Autokorso demonstriert gegen Corona-Maßnahmen

Der Landkreis Goslar weist daraufhin, dass für Sonntag, 16. Mai 2021, eine Demonstration in Form eines Autokorsos von Bad Harzburg nach Goslar angemeldet wurde. Gestartet wird um 11.30 Uhr am Silberbornbad in Bad Harzburg / Schlewecke. Gegen 17 Uhr, so wurde es angemeldet, soll die Protestfahrt auf dem Osterfeld in Goslar enden. Genehmigt wurde die Teilnahme für maximal 100 Fahrzeuge. Die Demonstration der so genannten „Freiheitsfahrer“ richtet sich gegen die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.

14.05.21: Gesundheitsamt meldet drei weitere Todesfälle

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist gestiegen. Wie das Gesundheitsamt erst heute mitgeteilt bekam, verstarb ein 81-jähriger Herr aus Clausthal-Zellerfeld bereits am 6. April in einem auswärtigen Krankenhaus. Weiter teilt die Behörde mit, dass am 27. des Vormonats eine 75-jährige Dame aus Clausthal-Zellerfeld der Viruserkrankung erlag, auch sie war in einem auswärtigen Krankenhaus. Am Freitag vergangener Woche, auch diese Meldung erreichte das Gesundheitsamt erst heute, verstarb eine 73-Jährige aus Altenau ebenfalls in einem auswärtigen Krankenhaus. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich somit auf 136.

14.05.21: Perspektiven für den Sport: Landkreis und Kreissportbund treffen Verabredungen

Der organisierte Sportbetrieb liegt auch im Landkreis Goslar bereits seit Monaten brach. Kein Wunder, dass der Kreissportbund und die in ihm organisierten Vereine auf Perspektiven drängen, die aufzeigen, wie es in den kommenden Wochen weitergehen kann.

Im Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Beherbergungsbranche stehen die Zeichen seit Inkrafttreten der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung auf schrittweise Lockerung, wenngleich nicht alle mit den zum Teil irritierenden Vorgaben der Landesregierung einverstanden sind.

Vor diesem Hintergrund ist jedoch nachvollziehbar, dass der Sport ebenfalls Öffnungswünsche anmeldet. Landrat Thomas Brych kann diese Forderungen nachvollziehen, daher sollen die Sporteinrichtungen des Landkreises auch wieder für den Vereinssport zur Verfügung stehen, jedoch immer gekoppelt an die geltenden Kontakt- und Testvorschriften, die sich aus der Landesverordnung ergeben. „Unsere Sportvereine übernehmen wichtige gesellschaftliche und soziale Funktionen, daher müssen wir auch hier Optionen aufzeigen. Klar dürfte zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch weiterhin sein, dass wir vom „Normalbetrieb“ noch ein gutes Stück entfernt sind. Das soll aber nicht heißen, dass in diesem Bereich gar keine Schritte gemacht werden können. Daher haben wir uns gemeinsam mit dem Kreissportbund dazu entschieden, alles was geht und erlaubt ist, auch möglich zu machen“, erklärt Landrat Thomas Brych.

 

Was heißt das für den Sport konkret?

Bei einer Inzidenz unter 100 können bis zu 30 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren in festen, nicht wechselnden Gruppen draußen mit getesteten, geimpften oder genesenen Betreuungspersonen wieder Kontaktsport treiben. Auch Mannschaftssport (beispielsweise Fußball oder Hockey) ist erlaubt.

Getesteten, vollständig geimpften oder genesenen Erwachsenen ist immerhin kontaktfreier Sport in Gruppen draußen mit mindestens zwei Meter Abstand voneinander wieder möglich. Eine zahlenmäßige Begrenzung dieser Gruppen wird in der Verordnung nicht dezidiert getroffen. Voraussetzung ist jedoch das Einhalten der geforderten Abstände beziehungsweise die Verfügbarkeit von mindestens zehn Quadratmetern Fläche pro Teilnehmenden, was die Gruppengröße nach Standort limitiert.

In geschlossenen Räumen und Hallen ist Individualsport erlaubt (bspw. Tennis, Badminton, Klettern oder auch Judo), sofern die geltenden Kontaktbeschränkungen berücksichtigt werden. Aktuell dürfen demnach die Mitglieder eines Hausstandes mit zwei Personen eines anderen Hausstandes Sport in geschlossenen Räumen ausüben.

Sollte die Inzidenz weiter sinken und die Marke von 35 unterschreiten, wären sogar wieder bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt. Auf den Sport von Kindern und Jugendlichen hätte dies zunächst jedoch keine weiteren Auswirkungen.

Vorstellbar ist auch Sport von Erwachsenen in größeren Gruppen in Hallen oder geschlossenen Räumen, wenn alle Teilnehmenden vollständig geimpft oder genesen sind. So könnten sich beispielsweise vollständig-geimpfte Seniorengruppen wieder zur Gymnastik treffen. Die Verantwortlichen der Vereine haben die entsprechenden Nachweise zu überprüfen. Dies gilt im Übrigen auch für die Testpflicht. So müssen die Übungsleiter oder eine vom Verein zu benennende Person die Testnachweise kontrollieren.

Nach Auffassung der Kreisverwaltung empfiehlt es sich, dass Vereine mit Blick auf den Aufwand kein eigenes Testregime aufbauen, sondern die Sporttreibenden ihren Test an einer der inzwischen mehr als 30 Teststationen im Landkreis machen oder eben einen aktuellen Nachweis von ihrem Arbeitgeber mitführen.

 

11.05.21: Himmelfahrtstag: Ordnungsämter und Polizei kontrollieren mit vereinten Kräften

Mit Blick auf den bevorstehenden Himmelfahrtstag am kommenden Donnerstag, 13. Mai, weisen der Landkreis, die kreisangehörigen Kommunen sowie die Polizeiinspektion Goslar darauf hin, dass es im gesamten Kreisgebiet unter anderem zu Kontrollen hinsichtlich der Corona-Kontaktbeschränkungen kommen wird.

Die Behörden werden ihr Augenmerk wieder verstärkt auf die erfahrungsgemäß stark frequentierten Orte legen. Dazu gehören die Granetal- und Innerstetalsperre im Bereich der Stadt Langelsheim sowie die Steinbergwiesen und der so genannte „Blaue Haufen“ am Fuße des Rammelsberges im Einzugsgebiet der Stadt Goslar.

Es muss jedoch auch mit Kontrollen an weiteren Standorten gerechnet werden. Unter anderem soll auch der Oderteich in der Nähe von St. Andreasberg in den Blick genommen werden.

Landrat Thomas Brych erinnert nochmals daran, dass die Corona-Regeln noch immer keine größeren Zusammenkünfte zulassen: „Stand heute dürfen sich die Personen eines Haushalts mit zwei Personen eines weiteren Hausstandes treffen, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Sollte die Inzidenz unter den Wert von 35 sinken, dürfen sich bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Wanderungen in großer Zahl oder gar Saufgelage sind nicht angezeigt. Daher möchte ich mit Nachdruck darum bitten, dass diese Regeln eingehalten werden. Das geschieht im Interesse von uns allen, zumal wir bei weiter sinkenden Infektionszahlen zusätzlichen Lockerung entgegensehen dürften.“

Sollten die Ordnungshüter Verstöße feststellen, werden diese selbstverständlich auch mit den entsprechenden Bußgeldern geahndet. Bei Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen können unter Umständen Bußgelder von bis zu 400 Euro pro beteiligter Person verhängt werden.

 

10.05.21: Rückläufiges Infektionsgeschehen: Landkreis steuert auf Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen zu

Das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Goslar ist seit Tagen rückläufig. Heute weist das Robert-Koch-Institut eine Inzidenz von 35,2 aus. Hält dieser positive Trend an, wird es im Goslarer Kreisgebiet neben den Öffnungsschritten, die sich aus der neuen Corona-Verordnung des Landes ergeben, auch Lockerungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen geben.

Sollte die Zahl der Neuinfektionen also unter die entscheidende Marke von 35 Neuinfektionen binnen einer Woche fallen, dürfen sich wieder bis zu zehn Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten treffen, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Möglich wird diese Lockerung durch eine Allgemeinverfügung, die der Landkreis bereits Anfang März dieses Jahres erlassen hatte. Landrat Thomas Brych weist daraufhin, dass diese Verfügung weiterhin Gültigkeit entfaltet und die Lockerungen daher automatisch greifen. „Aktuell sieht es wirklich nach Entspannung aus, daher können wir ein wenig zuversichtlich nach vorne schauen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Bürgerinnen und Bürger eine Aufweichung der Kontaktbeschränkungen begrüßen dürften“, so Landrat Thomas Brych.

Die Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen gelten jedoch nur für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Goslar oder für Menschen aus Regionen, die gleichlautende Regelungen getroffen haben. Personen aus Regionen, in denen die Inzidenz über 35 liegt, sind von solchen Treffen ausgeschlossen. Bei einer Inzidenz von über 35 bleibt es bei der Grundregel: ein Haushalt plus zwei Personen aus einem anderen Haushalt. Auch hier werden Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

Die Öffnungsschritte, die sich aus der neuen Corona-Verordnung des Landes ergeben, dürfen in Landkreisen und kreisfreien Städten vollzogen werden, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. In Gebieten mit einer Inzidenz über 100 gelten weiterhin die Regelungen aus der so genannten Bundes-Notbremse.

Landrat Brych wertet die Öffnungsstrategie des Landes grundsätzlich als ein positives Signal, wenngleich er in einigen Vorgaben Schwierigkeiten sieht. „Ich kann nachvollziehen warum das Land die Testpflicht ausgeweitet hat, dennoch wird damit natürlich auch eine neue Hürde geschaffen. Es nicht von der Hand zu weisen, dass viele vor diesem Hintergrund weiterhin auf den Restaurantbesuch oder die Shoppingtour in der Innenstadt verzichten werden. Das ist sehr schade. Wir haben beim Land vehement für eine andere Strategie geworben“, unterstreicht der Verwaltungschef.

 

Die Lockerungsschritte im Überblick:

 1. Kitas und Schulen

Überall in Niedersachsen werden Schulen und Kindertagesstätten im Wechselbetrieb mit festen Gruppen offen gehalten bis zum übernächsten Tag nach drei aufeinanderfolgenden Tagen, an denen die 7-Tages-Inzidenz von 165 überschritten wird. Die außerschulische Bildung und Erwachsenenbildung wird auch wieder zugelassen. Die Öffnungen im Bildungsbereich werden durch zweimal wöchentliche Tests abgesichert. Das gilt nun auch für die Berufsbildung.

 2. Kontaktbeschränkungen

Seit dem gestrigen Sonntag werden durch Bundesrecht Menschen deren vollständige Impfung 14 Tage zurückliegt und alle vollständig Genesenen bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt (gilt auch beim Sport). Sie unterliegen auch nicht mehr den in einigen Landkreisen und Kommunen noch geltenden nächtlichen Ausgangssperren. Bereits seit dem 19. April werden in Niedersachsen vollständig Geimpfte und Genesene den Getesteten gleichgestellt. Sie müssen also keine Tests machen.

In allen am Montag, 10. Mai 2021 seit fünf Werktagen durchgehend bei einer 7-Tages- Inzidenz von unter 100 liegenden Landkreisen und kreisfreien Städten gilt darüber hinaus Folgendes:

 

3. Sport

Bis zu 35 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren können draußen mit getesteten, geimpften oder genesen Betreuungspersonen wieder Kontaktsport treiben – auch Mannschaftssport! Getesteten, vollständig geimpften oder genesenen Erwachsenen ist immerhin kontaktfreier Sport in Gruppen draußen mit mindestens 2 m Abstand voneinander wieder möglich. Schwimmbäder können (nur) für die Erteilung von Schwimmunterricht und Schwimmkursen geöffnet werden. Unterrichtende und volljährige Teilnehmende müssen getestet sein, die Gruppen dürfen jenseits der Geimpften und Genesenen nicht mehr als 20 Personen umfassen. Solarien dürfen öffnen (sind aber natürlich kein Sport). 

 4. Einzelhandel

Auch der über die notwendige Grundversorgung hinausgehende Einzelhandel kann wieder öffnen. In Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von 200 m² ist ein Einkauf nach vorheriger Terminvereinbarung möglich (Click and Meet). Der Zugang zu Geschäften mit mehr als 200 qm Verkaufsfläche ist nur mit Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung zulässig. 

 

5. Außengastronomie

Die Außenbereiche von Gastronomiebetrieben (mit und ohne Speiseangebot) dürfen mit einem Hygienekonzept, das insbesondere hinreichende Abstände zwischen den einzelnen Tischen vorsieht, bis 23:00 Uhr geöffnet haben. Der Zugang ist nur mit einem negativen Testergebnis möglich, wenn nicht bereits eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachgewiesen werden kann. Die Gäste müssen sich an Tischen aufhalten.

 6. Beherbergung

Auch Beherbergungsbetriebe dürfen in Niedersachsen für Menschen die ihren ersten oder zweiten Wohnsitz in Niedersachsen haben wieder öffnen. Noch nicht vollständig geimpfte oder genesene Gäste müssen bei Anreise und mindestens zweimal pro Woche einen negativen Test nachweisen. Hotels und Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen nur bis zu 60 % belegt werden, für Ferienwohnungen und Ferienhäuser gilt eine eintägige Wiederbelegungssperre, um die Ab- und Anreise zu entzerren. Zulässig sind mit Testungen bei Anreise und zweimal wöchentlich zukünftig auch wieder mehrtägige Kinder- und Jugendfreizeiten in Gruppengrößen bis 50. 

 

7. Zoos und botanische Gärten

 Der Besuch eines Zoos, eines Tierparks oder eines botanischen Gartens wird nun doch erleichtert:  Zoologische und botanische Gärten können bis zu einer 50-prozentigen Kapazitätsgrenze ohne Test besucht werden. Geöffnet werden können dann jedoch nur die Außenbereiche. Sollen auch Innenräume geöffnet werden, gilt für alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Besucherinnen und Besucher eine Testpflicht. 

 

8. Weitere touristische Angebote

Seilbahnen bleiben geschlossen, Sessellifte aber können geöffnet werden. Angebote von Freizeitparks u.ä. unter freiem Himmel können mit einem Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für touristische Fahrten in im Fahrgastbereich offenen Bussen, Schiffen oder Kutschen (also ohne Dach oder Plane). 

 

9. Museen etc.

Der Besuch von Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten ist jedoch nur mit negativem Testnachweis oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich. Auch hier gilt eine Kapazitätsbegrenzung von 50 %.

 

10. Kulturelle Veranstaltungen

Theater, Kinos Konzerthäuser und Kulturzentren dürfen unter freiem Himmel mit bis zu 250 Personen Sitzveranstaltungen mit Hygienekonzept und hinreichendem Abstand durchführen. Zugangserfordernis ist eine negative Testung, eine vollständige Impfung oder eine Genesung. Erlaubt sind nur Veranstaltungen, die nicht auf eine Interaktion und Kommunikation zwischen den Besucherinnen und Besuchern angelegt sind. Beispiele hierfür sind ein Klassikkonzert, eine Tanzvorführung oder ein Theaterstück, nicht aber ein Fußballspiel.

 

Was sonst noch wichtig ist:

 

Soweit für den Besuch der vorgenannten Bereiche Testungen vorgeschrieben sind, können dies PCR- oder PoC-Schnell- oder -Selbsttest sein. Die Tests müssen allerdings unter Aufsicht durchgeführt werden. Dies ist 

1a) in einem zugelassenen Testzentrum möglich; kostenlose Bürgertests können bei Bedarf auch täglich in Anspruch genommen werden. 

Zulässig ist jedoch auch

2 b) eine Testung direkt vor oder im Eingangsbereich eines Geschäftes, eines Gastronomiebetriebes oder einer Veranstaltung.

Und schließlich können 

3c) unter Aufsicht am Arbeitsplatz durchgeführte und bescheinigte Negativtestungen verwendet werden. 

Jede dieser Bescheinigungen kann innerhalb der 24 Stunden beliebig oft verwendet werden. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren benötigen jenseits des Schulbetriebs keine negativen Testnachweise. Auch wer an Sitzungen kommunaler Gremien teilnimmt, kann, aber muss sich vorher nicht testen lassen. 

4d) Beim Besuch von Gastronomie, Einzelhandel (etc.) muss eine Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden. Idealerweise erfolgt dies über die digitale Kontaktnachverfolgung mit der Luca-App.

 

Die inhaltlichen Änderungen in der CoronaVerordnung treten am Montag, 10. Mai 2021 in Kraft. Sie gelten zunächst bis zum 30. Mai 2021. 

 

Auch die Geltungsdauer der Niedersächsischen QuarantäneVerordnung wird bis zum 30. Mai 2021 verlängert. 

07.05.21: Gesundheitsamt meldet weiteren Todesfall

Im Landkreis Goslar ist die Zahl der Corona bedingten Todesfälle erneut gestiegen. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, verstarb heute eine 76-jährige Frau aus Liebenburg im Goslarer Krankenhaus. Die Frau war an Corona erkrankt.

Seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahren wurden im Landkreis Goslar 133 bestätigte Todesfälle gemeldet.

06.05.21: Gesundheitsamt ist nicht die erste Anlaufstelle für Impfausweise

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar wird aktuell vermehrt hinsichtlich der Ausstellung von Impfausweisen kontaktiert. Amtsarzt Dr. Martin Hepp weist darauf hin, dass das Gesundheitsamt zwar Impfausweise ausstelle, in der Regel jedoch nur im Zusammenhang mit Impfungen die auch dort durchgeführt werden. „Grundsätzlich“, erläutert Dr. Hepp, „trägt der impfende Arzt jede Impfung in den Impfausweis ein. Wird der alte Impfausweis nicht vorgelegt, dann muss der impfende Arzt einen neuen Impfausweis ausstellen oder als Ersatz eine Impfbescheinigung ausstellen“

Wer bei seinem Impftermin im Impfzentrum keinen Impfausweis vorweisen kann, erhält eine Ersatzbescheinigung, die später dem Impfausweis beigefügt werden kann.

04.05.21: Landkreis sagt Sommerbegegnung 2021 ab

Der Landkreis Goslar muss auch in diesem Jahr seine für den 15. Juli geplante Sommerbegegnung absagen. Landrat Brych bedauert diese Entscheidung, sieht die Zeit für eine Veranstaltung mit mehreren hundert Besucherinnen und Besuchern jedoch noch nicht gekommen. „Wir machen Fortschritte bei den Impfungen und blicken inzwischen auch weiteren Lockerungen, beispielsweise im Bereich der Gastronomie und des Einzelhandels entgegen. Dennoch halte ich es für noch nicht verantwortbar die Sommerbegegnung in gewohnter Form auszurichten. Deshalb haben für uns für die vollständige Absage entschieden“, erläutert Brych die Beweggründe.

Die Verleihungen der Ehrenamtskarte sowie der Jugendförderpreise, die stets im festlichen Rahmen der Sommerbegegnung auf dem Gelände des Klosterhotels Wöltingerode erfolgen, müssen daher erneut andere Wege wählen. Die Verantwortlichen (die Freiwilligenagentur Goslar und die Kreisjugendpflege) wurden darüber bereits informiert.

29.04.21: Sieben-Tage-Inzidenz: Tägliches Verwirrspiel um die richtige Zahl

Fragt man Goslars Landrat Thomas Brych, welche Fragen er in den vergangenen Monaten wohl am häufigsten gestellt bekommen hat, wird es mit Sicherheit um Corona im Generellen oder die Gründe für die zum Teil großen Unterschiede bei der wahlweise vom Land Niedersachsen, vom Robert-Koch-Institut (RKI) oder der vom Landkreis veröffentlichen Inzidenz-Zahl gegangen sein. Auch heute sorgt die Differenz zwischen den gemeldeten Zahlen erneut für Verwirrung und führt dazu, dass am Bürgertelefon des Landkreises die Drähte heiß laufen.

Landrat Thomas Brych kann den Unmut in der Bevölkerung gut nachvollziehen, denn auch er ist die ewige Debatte über den divergierenden Inzidenzwert inzwischen leid. „Noch immer haben wir leider keine erschöpfende Auskunft erhalten, warum entweder das Niedersächsische Landesgesundheitsamt oder eben das RKI anderslautende Inzidenzwerte veröffentlichen als wir. Die von unserem Gesundheitsamt berechnete Inzidenz ist die richtige. Und eigentlich dürften auch das Land und das RKI keine grundlegend anderen Werte ermitteln, da sie die Zahlen zum Infektionsgeschehen von uns erhalten. Ein möglicher zeitlicher Verzug bei der Meldung dürfte kleinere Ungenauigkeiten erklären, darf aber nicht als Erklärung für Differenzen im Zehnerbereich herangezogen werden“, so Landrat Thomas Brych.

Der Chef der Goslarer Kreisverwaltung räumt ein, dass die Entscheidung, fortan beide Inzidenzwerte, also den eigens vom Landkreis berechneten und den des RKI, auf dem Corona-Dashboard seiner Behörde zu veröffentlichen, nicht ausschließlich zu mehr Übersichtlichkeit führt. Brych ist es aber wichtig, dass neben dem Wert des RKI, der je nach Höhe rechtliche Wirkung entfaltet, auch die Inzidenz seines Gesundheitsamtes auftaucht, da diese das Infektionsgeschehen vor Ort tagesgenau wiedergibt.

Das RKI selbst erklärt auf seiner Internetseite, dass es immer wieder zu Abweichungen kommen kann. Die Bundesbehörde schreibt dazu im Wortlaut: „Die Behörden im Land- oder Stadtkreis verfügen immer über die aktuellsten Zahlen. Diese sind mit ausschlaggebend für die Bewertung der Situation vor Ort. Diskrepanzen zwischen den berichteten Inzidenzen der Landkreise und den Daten des Dashboards können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können sie durch den Übermittlungsverzug bedingt sein (z.B. wenn das Gesundheitsamt bereits Fälle an die zuständige Landesbehörde übermittelt hat, diese aber noch nicht vom Land an das RKI übermittelt worden sind. In anderen Fällen kann das auch an einem anderen Datenstand liegen (das RKI verwendet den Datenstand jeweils 0 Uhr, möglicherweise nutzen die Landebehörden/Gesundheitsämter einen anderen zeitlichen Rahmen.“

Vor diesem Hintergrund, dieses Fazit zieht Landrat Brych, wird es vermutlich nicht gelingen, den Inzidenzwert zu vereinheitlichen. Entscheidend ist jedoch, dass nach neuester Gesetzgebung nur der vom RKI gemeldete Wert rechtliche Folgen auslöst. Die so genannte Bundesnotbremse ist an die Daten des RKI gekoppelt. „Für das Auslösen der Notbremse“, so Landrat Brych, „ist es daher vollkommen egal, ob wir eine Inzidenz von 100 berechnen. Erst, wenn das RKI an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von über 100 ausweist, müssen wir die Corona-Regeln entsprechend des Infektionsschutzgesetzes verschärfen. Diese Vorgehensweise haben wir uns im Übrigen nicht ausgedacht, müssen aber genau wie alle Bürgerinnen und Bürger mit dieser unbefriedigenden Situation umgehen.“

29.04.21: Sonderregelungen für Berufskraftfahrer während der Corona-Pandemie

Gültigkeit von Fahrerlaubnissen und sonstigen Nachweisen kraft EU-Verordnung verlängert

In der Führerscheinstelle des Landkreises Goslar kommt es aktuell vermehrt zu als dringlich deklarierten Anträgen auf Verlängerung von Fahrerlaubnissen für Berufskraftfahrer, die in den nächsten Wochen ablaufen. Da es aufgrund eines personellen Umbruchs in der Führerscheinstelle derzeit zu längeren Bearbeitungszeiten kommt beziehungsweise. Termine zur Antragstellung ausgebucht sind, möchte der Landkreis Goslar nochmal gezielt auf die Richtlinien 2003/59/EG und 2006/126/EG hinweisen. Danach gelten Weiterbildungen und Befähigungs- beziehungsweise Fahrerqualifizierungsnachweise, die zwischen dem 1. September 2020 und 30. Juni 2021 ablaufen, je nach Konstellation automatisch als um sechs beziehungsweise zehn Monate verlängert. Gleiches gilt auch für die Gültigkeitsdauer von Führerscheinen für die Klassen C, C1, C1E, CE, D, D1, DE, D1E. Eine Bestätigung seitens der Fahrerlaubnisbehörde über diese Verlängerung ist nicht erforderlich und wird auch nicht ausgestellt.

Insbesondere Berufskraftfahrer werden daher gebeten, von den kraft der genannten Verordnungen geltenden Maßnahmen der automatischen Verlängerung Kenntnis zu nehmen und einen neuen Führerschein innerhalb der bekannten Fristen vor Ablauf der verlängerten Gültigkeit zu beantragen. Bespielberechnungen für die jeweiligen Fristen sowie weitere Informationen zum Thema finden Interessierte auf der Homepage des Landkreises Goslar www.landkreis-goslar.de unter der Rubrik Bürgerservice/ Auto & Verkehr/ Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle)/ EU-Regelungen für Berufskraftfahrer.

Obwohl davon auszugehen ist, dass die Polizei oder andere Ordnungskräfte im Falle von Kontrollen die entsprechenden Regelungen kennen, wird insbesondere Berufskraftfahrern empfohlen, eine Ausfertigung der Artikel 2 und 3 der Verordnung (EU) 2021/267 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2021 zur Festlegung besonderer und vorübergehender Maßnahmen im Hinblick auf die anhaltende COVID-19 mitzuführen. Diese finden sie ebenfalls in dem bereits genannten Bereich der Homepage der Kreisverwaltung.

Weiterhin möchte der Landkreis Goslar darauf hinweisen, dass die Führerscheinstelle ihr Online-Angebot ausgebaut hat. Bürger, die in einen anderen Landkreis verziehen, können eine sogenannte Karteikartenabschrift aus dem Fahrerlaubnisregister ab sofort online bestellen, wenn diese für eine Führerscheinangelegenheit am neuen Wohnort benötigt wird. Den Onlineantrag findet man ebenfalls auf der Homepage des Landkreises Goslar unter Bürgerservice/ Auto & Verkehr/ Online-Service.

28.04.21: Gesundheitsamt meldet 132. Todesfall

Bereits gestern hat das Gesundheitsamt einen weiteren Todesfall gemeldet bekommen, der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht. Schon am 16. April, so teilt es die Behörde mit, ist ein 81-jähriger Mann aus Seesen verstorben. Die Gesamtzahl aller bislang registrierten Todesfälle beläuft sich somit auf 132.

27.04.21: Landkreis veröffentlicht Inzidenzwert des RKI auf seinem Corona-Dashboard

Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ist die entscheidende Kennziffer in der Corona-Pandemie. An ihr wird festgemacht, ob Kontaktregeln verschärft, die Maskenpflicht ausgeweitet, Geschäfte geschlossen oder geöffnet werden, oder, ob Schule in Präsenz respektive vor dem heimischen Computerbildschirm stattfindet.

Die zentrale Zahl der Corona-Pandemie sorgt bisweilen jedoch für Irritationen. Denn neben den Landkreisen, die das Infektionsgeschehen vor Ort bearbeiten, die regionalen Zahlen erfassen, veröffentlichen und weitermelden, berechnen auch die Gesundheitsämter der Länder in ihrem Zuständigkeitsbereich sowie an letzter Stelle das Robert-Koch-Institut (RKI) die Inzidenz für jede einzelne Gebietskörperschaft in der Bundesrepublik.

Seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres hat sich dabei immer wieder gezeigt, dass die Zahlen mitunter deutlich divergieren und somit ein verzerrtes Bild entsteht, das für viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr nachvollziehbar ist.

Am vergangenen Sonntag beispielsweise wies das Dashboard des RKI für den Landkreis Goslar eine Inzidenz von 78 aus, während das Gesundheitsamt bei der eigens berechneten Zahl bereits auf 103 kam. Die Diskrepanz ließ sich auch trotz intensiver Recherchen nicht aufklären. Solche Differenzen im veröffentlichten Zahlenwerk, das weiß auch Goslars Landrat Thomas Brych, schaffen natürlich wenig Vertrauen in staatliches Handeln. „Die zum Teil deutlichen Unterschiede bei den veröffentlichten Inzidenzwerten sind ausgesprochen unbefriedigend, auch ich habe mich darüber sehr geärgert. Vor allem deshalb, weil die Zahlen des RKI nun maßgeblich für das Auslösen der so genannten Bundesnotbremse gemäß des geänderten Infektionsschutzgesetzes sind. Weist das RKI über einen Zeitraum von mehr als drei Tagen eine Inzidenz von über 100 aus, so müssen beispielsweise nächtliche Ausgangssperren verhängt und die Kontaktbeschränkungen verschärft werden. Da wäre es schon wirklich hilfreich, wenn die Veröffentlichungen zum Infektionsgeschehen Behörden übergreifend zumindest weitestgehend kongruent wären“, sagt der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Weil jedoch auch für die Zukunft nicht sichergestellt werden kann, dass die Zahlen der Goslarer Kreisverwaltung und des RKI immer übereinstimmen, wird auf dem Corona-Dashboard des Landkreises neben der vom Gesundheitsamt berechneten Inzidenz spätestens ab Donnerstag auch der jeweilige Wert der Bundesbehörde veröffentlicht.

„Wir sind der Überzeugung, dass die von uns berechnete Inzidenz der aktuellste Wert ist und somit auch das Infektionsgeschehen am besten abbildet, für die bessere Orientierung haben wir uns jedoch dazu entschieden, nun auch den Wert des RKI an prominenter Stelle aufzuführen“, erläutert Landrat Brych.

Die bundesweite Notbremse, die durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, eingeführt wurde, greift, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander die Schwelle von 100 überschreitet. Die verschärften Maßnahmen gelten solange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unter 100 liegt. Maßgeblich für die Einleitung beziehungsweise Aufhebung der Regelungen sind die vom RKI veröffentlichten Zahlen.

23.04.21: Gesundheitsamt meldet 131. Todesfall

Bereits gestern informierte das Gesundheitsamt darüber, dass die Zahl der Corona bedingten Todesfälle abermals gestiegen ist. Im Goslarer Krankenhaus verstarb nach Angaben der Gesundheitsbehörde ein 87-jähriger Mann aus Goslar, der an Corona erkrankt war. Die Anzahl aller bislang bestätigten Todesfälle, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stehen, liegt jetzt bei 131.

19.04.21: luca-App soll Öffnungsstrategien unterstützen

Kreisverwaltung will auf Lockerungen vorbereitet sein

Im Landkreis Goslar laufen die Arbeiten zur Einführung der luca-App trotz steigender Infektionszahlen auf Hochtouren. Die Kreisverwaltung will die Zeit bis zur Zulassung möglicher Öffnungsschritte nutzen und die dafür erforderliche Infrastruktur aufbauen. Die Schnittstelle zum Gesundheitsamt ist eingerichtet, nun folgen weitere technische und logistische Schritte, um das System flächendeckend im Landkreis Goslar nutzen zu können.

Landrat Thomas Brych weist auf die Bedeutung dieses Instruments hin und bittet Einwohnerinnen und Einwohner sowie Unternehmen, Betriebe und Verbände, die App zu nutzen und für deren Einsatz zu werben. „Obwohl wir aktuell mit steigenden Infektionszahlen zu kämpfen haben, bin ich zuversichtlich, dass es in absehbarer Zeit zu sukzessiven Öffnungsschritten kommen wird. Darauf wollen und müssen wir vorbereitet sein“, betont Brych. „Öffnungen werden definitiv an Hygienemaßnahmen und Kontaktnachverfolgung gekoppelt sein. Dabei kann die luca-App wertvolle Unterstützung leisten.“

Wenn die Rechtslage bei hoffentlich gesunkenen Infektionszahlen wieder Öffnungen erlaubt, soll das System einsatzbereit sein. Im Idealfall nutzen viele Unternehmen und Privatpersonen die luca-App, um eine nachhaltige Wirkung zu erzeugen. Landrat Brych und Erste Kreisrätin Regine Breyther haben Anne-Katrin Göbel als Projektmanagerin eingesetzt, um die vielen erforderlichen Einzelmaßnahmen zu strukturieren und zu koordinieren.

„Der Fahrplan steht und nun beginnen auch die ersten sichtbaren Maßnahmen“, erklärt die Koordinatorin. „In einem ersten Schritt versuchen wir, möglichst viele Unternehmen und Betriebe über die verschiedensten Verbände, Institutionen und Verteiler anzusprechen. Wir werden über die App und die Planungen informieren und hoffentlich viele Unternehmen motivieren, an der gemeinsamen Lösung mitzuwirken“.

Neben einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit plant die Kreisverwaltung die Einrichtung einer Info-Hotline, um Unsicherheiten und Fragen zum Umgang mit der App zu begegnen. Grundsätzliche Fragen zur luca-App werden jetzt bereits auf der Webseite des Herstellers www.luca-app.de, im Infoportal der Kreisverwaltung (https://corona.landkreis-goslar.de) oder per E-Mail unter luca-app@landkreis-goslar.de beantwortet.

 

19.04.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 130

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Am Samstag erreichte das Gesundheitsamt die Nachricht über den Tod einer 84-jährigen Bürgerin aus Lutter, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Sie war am Freitag im Seesener Krankenhaus verstorben.

Die Anzahl aller bislang bestätigten Todesfälle liegt somit bei 130.

16.04.21: Corona-Infektionsgeschehen: Landrat Brych blickt mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung; Tägliche Schnelltests für Schüler der Oberschule Liebenburg

Auch im Landkreis Goslar steigen die Corona-Infektionszahlen seit Tagen deutlich an. Stand heute liegt die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 89,6, der höchste Wert seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres.

Die markante Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen, ist also nicht mehr weit entfernt. Weitere Verschärfungen der bestehenden Corona-Regeln könnten bereits in der kommenden Woche greifen. Dazu zählen unter anderem weitere Kontaktbeschränkungen und möglicherweise Ausgangssperren.

Landrat Thomas Brych verfolgt die aktuelle Entwicklung mit großer Sorge. „Bisher sind wir im Landkreis Goslar recht gut durch diese Krise gekommen. Über einen Zeitraum von drei Wochen gehörten wir sogar zu den Regionen mit den bundesweit niedrigsten Corona-Infektionen. Dies ist nun aber auch bei uns vorbei, wie die täglich steigenden Zahlen belegen“, so der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Der Anstieg bei den Covid-19-Fällen kann nicht auf einzelne größere Ausbruchsgeschehen zurückgeführt werden, wie es beispielsweise zum Ende vergangenen Jahres war. „Die Infektionen treten in der Fläche auf. Der Großteil der Ansteckungen geht auf Zusammenkünfte im privaten Bereich zurück. Hier spielt inzwischen die britische Virusmutante die entscheidende Rolle. Diese ist sehr viel ansteckender und verbreitet sich rasend schnell.  Während sich im letzten Jahr Familienangehörige nicht unbedingt beim so genannten Indexfall infiziert haben, trifft dies jetzt zu. Wurde ein Coronafall in einer Familie festgestellt, folgen ein paar Tage später die Familienangehörigen und Kontaktpersonen. Laut Aussage unseres Gesundheitsamtes ist dieser Zusammenhang sehr auffällig“, erläutert der Landrat die gegenwärtige Situation.

Für die Schüler und Schülerinnen der Oberschule Liebenburg hat die Nähe zur Nachbarstadt Salzgitter, die als Hochinzidenzkommune gilt, ab Montag Auswirkungen. Eine große Zahl von Schülern, die die Schule am Schloß besuchen, kommt aus Salzgitter. Mit über 300 ist die Inzidenz dort besonders hoch, weshalb der Landkreis angeordnet hat, dass die Schülerinnen und Schüler nun jeden Tag einen Corona-Schnelltest durchführen müssen. Die notwendigen Testkits für die täglichen Abstriche daheim werden von der Kreisverwaltung bereitgestellt.

Landrat Brych bezeichnet diese Maßnahme aus Gründen des Gesundheitsschutzes als dringend notwendig: „Ich bin mir bewusst, dass wir für diesen Schritt nicht von überall Applaus ernten werden. Wir werden das Virus auch nicht wegtesten. Die Situation ist aber ernst, und wir wollen und müssen im ohnehin sensiblen Schulbereich so umsichtig wie möglich agieren.“

Wie sich der Schulbetrieb in den kommenden Wochen generell entwickeln wird, vermag Brych noch nicht abschließend zu sagen. „Überschreiten wir die Marke von 100 Neuinfektionen und behalten diesen Wert über mindestens drei Tage bei, dann wird es mit Blick auf den Schulbetrieb Änderungen geben müssen, das ist von Landesseite ja auch entsprechend vorgegeben“, so der Landrat.

Grundsätzlich hofft Brych weiterhin auf das Mitwirken aller Bürgerinnen und Bürger. „Die Impfkampagne kommt voran, dennoch liegen nun nochmals harte Wochen vor uns. Ich möchte Sie alle ganz herzlich darum bitten, Kontakte zu reduzieren und die nötigen Hygieneregeln zu beachten. Nur gemeinsam können wir das Infektionsgeschehen drosseln“, erklärt Brych abschließend.

14.04.21: Angehörige pflegebedürftiger Personen können sich bereits impfen lassen

Alle Personen, die engen Kontakt zu einer pflegebedürftigen Person oder zu einer Schwangeren haben, werden laut Impfverordnung des Bundes der zweiten Priorität zugeordnet und können daher bereits jetzt eine Impfung erhalten. Der Landkreis Goslar weist daraufhin, dass alle Pflegebedürftigen die nicht in einer Einrichtung leben, jeweils zwei enge Kontaktpersonen benennen können. Gleiches gilt für Schwangere.

Die Termine werden weiterhin vom Land Niedersachsen unter der Hotline (0800) 9988665 oder über das Online-Portal (www.impfportal-niedersachen.de) vergeben. Bei der Anmeldung muss darauf geachtet werden, dass alle unter 70-Jährigen in diesen Fällen als Grund „berufliche Indikation“ angeben.

Auf der Corona-Infoseite des Landkreises Goslar (corona.landkreis-goslar.de) ist der notwendige Vordruck abzurufen. Dieser ist ausgefüllt zum Termin mitzubringen. Seit dem 7. April 2021 impfen auch die Hausärzte. Dies macht sich auf der Warteliste des Impfzentrums positiv bemerkbar. Aktuell sind dort nur rund 200 Personen täglich registriert. Mit einer Terminvergabe ist innerhalb von ein bis zwei Wochen zu rechnen.

09.04.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 129

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, verstarb gestern ein 87-jähriger Mann aus Clausthal-Zellerfeld im Goslarer Krankenhaus.

Seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres sind 129 Menschen verstorben.

 

07.04.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 128

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Heute meldete das Gesundheitsamt den Tod einer 82-jährigen Einwohnerin aus Clausthal-Zellerfeld, die am gestrigen Dienstag im Krankenhaus verstorben ist. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle liegt somit bei 128.

06.04.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 127

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Bereits am Sonntag erhielt das Gesundheitsamt die Nachricht vom Tod eines 52-jährigen Mannes aus Seesen. Er verstarb in einem Krankenhaus außerhalb des Kreisgebiets. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres liegt somit bei 127.

01.04.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 126

Heute erhielt das Gesundheitsamt die Todesbescheinigung einer 73-jährigen Langelsheimerin, die in einem auswärtigen Krankenhaus verstorben ist. Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie liegt somit bei 126.

31.03.21: Enormer Ansturm im Impfzentrum

Angebot für Impfungen ohne Terminvereinbarung erweist sich als Renner mit Tücken

Das Angebot des Landkreises Goslar, dass sich Personen über 61 Jahre, die zur Gruppe der zweiten Impfpriorität gehören, ausschließlich am heutigen Tag (31. März 2021) auch ohne vorherige Terminvereinbarung mit der Covid-19 Vakzine von AstraZeneca impfen lassen können, führte zu einem enormen Ansturm im Impfzentrum im Oker.

Was viele Menschen in Erwartung einer schnellen Impfung offenbar überlesen haben beziehungsweise bei der Mund-zu-Mund-Propaganda verlorenging, ist die Tatsache, dass dieses Angebot nur für Personen galt, die über 61 Jahre alt sind und aufgrund bestehender Vorerkrankungen einem besonderen Risiko unterliegen. Dieses Risiko musste und muss mit einer entsprechenden, ärztlichen Bescheinigung belegt werden. Menschen, die 70 Jahre und älter sind, gehören ohnehin der zweiten Impfkategorie an. Hier war und ist kein Attest notwendig.

Erste Kreisrätin Regine Breyther macht deutlich, dass der Landkreis mit einem großen Ansturm gerechnet hat, das Angebot sich jedoch als ein „wahrhafter Renner mit Tücken“ erwies. Ferner erklärt Breyther, dass das Hin und Her bei der Verabreichung des Präparats von AstraZeneca nicht im Einflussbereich der Kreisverwaltung liegt. „Fast stündlich haben wir heute von Landesseite Anweisungen erhalten, wie mit dem Impfstoff von AstraZeneca verfahren werden soll. Dies hat einen erheblichen Organisationsaufwand ausgelöst, bei dem leider nicht immer verhindert werden konnte, dass es an der ein oder anderen Stelle stockt. Darüber hinaus hat es auch Irritation hinsichtlich der Impfberechtigung gegeben,“ fasst Regine Breyther die Geschehnisse knapp zusammen.

Abschließend unterstreicht die Erste Kreisrätin, dass diese Aktion nur für den heutigen Tag galt. Ab morgigen Donnerstag, 1. April 2021, erfolgen die Impfungen ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung. Impftermine werden weiterhin zentral über das Land vergeben. Entweder über die Hotline (0800) 9988665 oder über www.impfportal-niedersachsen.de

 

31.03.21: Corona-Kontrollen über die Osterfeiertage

Trotz eindringlicher Bitten und Apelle, Kontakte zu verringern sowie auf Reisen und Ausflüge zu verzichten, rechnen der Landkreis Goslar, die kreisangehörigen Kommunen und die Polizei mit verstärktem Besucherverkehr über das bevorstehende Osterwochenende.

Aus diesem Grund haben sich die verantwortlichen Behörden dazu entschlossen, ähnlich wie an den schneereichen Winterwochenenden zu verfahren. An und um stark besuchte Ausflugsziele muss daher über die gesamten Ostertage mit entsprechenden Kontrollen gerechnet werden. Das Hauptaugenmerk der Ordnungskräfte wird dabei auf der Einhaltung der Abstandsregelungen sowie der Kontaktbeschränkungen liegen.

Zu Ostern gelten die jeweils, regionalen Kontaktbeschränkungen. Das heißt, handelt es sich bei dem betreffenden Landkreis oder der kreisfreien Stadt um eine so genannten Hochinzidenzkommune (Inzidenz über 100) darf sich ein Hausstand (ohne Personenbeschränkung) mit einer Person eines weiteren Hausstandes treffen. Bei Kommunen mit einer Inzidenz unter 100 erhöht sich die Anzahl der Personen des weiteren Hausstandes auf zwei.

Erste Kreisrätin Regine Breyther bittet um Beachtung der geltenden Regeln, damit das Infektionsgeschehen nicht noch weiter befeuert wird. „Die aktuelle Entwicklung ist besorgniserregend. Daher müssen wir uns dringend zurückhalten. Ich kann verstehen, dass viele der andauernden Beschränkungen überdrüssig sind. Wir haben jedoch keine andere Wahl, ansonsten stehen uns eventuell schlimme Wochen bevor“, so Regine Breyther.

Der Landkreis und die Polizei weisen ferner daraufhin, dass Reisen mit dem Wohnmobil in der aktuellen Zeit unterlassen werden sollten. „Touristische Reisen sind nicht angezeigt, daher möchten wir auch die Besitzer von Wohnmobilen um entsprechende Rücksichtnahme bitten“, sagt Erste Kreisrätin Regine Breyther.

 

31.03.21: Impfungen mit AstraZeneca: Nur Menschen über 61 Jahre werden heute 

geimpft

Die neuerliche Wendung im Umgang mit dem Impfstoff von AstraZeneca, der laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) nur noch an Personen über 61 verimpft werden sollte, führt dazu, dass die für heute vereinbarten Termine mit jüngeren Menschen abgesagt werden müssen.

Heute Morgen war noch die Rede davon, dass der Einsatz der AstraZeneca-Vakzine bei Menschen unterhalb dieser Altersgrenze nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich bleibt. Diese Verfahrensweise wurde nun kassiert. Laut den neuesten Informationen des Landes Niedersachsen darf der Impfstoff vorerst nicht mehr an Menschen unter 61 Jahren verabreicht werden.

Der Landkreis hat ferner die Hausärzte darüber informiert, dass sich Patienten, die der zweiten Impfgruppe zugeordnet werden und das 61. Lebensjahr vollendet haben, heute ohne Voranmeldung impfen lassen können. Das Angebot gilt am heutigen Tag (bis 18 Uhr) solange der Vorrat an Impfstoff von AstraZeneca reicht.

Wie mit bestehenden Terminen in den kommenden Wochen umgegangen werden soll, bleibt abzuwarten.

30.03.21: Keine Einzelgänge bei Corona-Modellprojekten: Kommunen sprechen sich einstimmig gegen Bewerbungen aus

Keine der acht Kommunen aus dem Landkreis Goslar wird sich um eine Teilnahme als Modellprojekt für Corona-Lockerungen bewerben. Was auf den ersten Blick wie eine Rolle rückwärts klingt, findet seine Begründung vor allem in steigenden Infektionszahlen, und ist das Ergebnis intensiver Beratungen und Abwägungen in der Runde der Hauptverwaltungsbeamten respektive deren Stellvertretern am heutigen Vormittag.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich Kreisverwaltung und Kommunen darauf verständigt, nur im gemeinsamen Schulterschluss – also für den gesamten Landkreis – entsprechende Öffnungsschritte im Rahmen eines Modellprojektes anzustreben.

Nach der klaren Ansage vom Land, dass nur einzelne Kommunen für die Erprobung verschiedener Öffnungsschritte in Frage kommen, sehen sich die Städte und Gemeinden aus dem Goslarer Kreisgebiet in ihrer Haltung, auf diesem Feld ausschließlich gemeinsam und solidarisch zu agieren, bestärkt. Etwaige Einzelgänge kommen somit überhaupt nicht in Frage.

Ferner werten die Rathausspitzen den Zeitpunkt für etwaige Lockerungsübungen als falsch gewählt. Goslars Erster Stadtrat Burkhard Siebert brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Die gemeinsame Entscheidung, als gesamter Landkreis in ein mögliches Öffnungsszenario einzusteigen, hat sich vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen überholt. Daher ergäbe es aus unserer Sicht auch gar keinen Sinn, wenn nun einzelne Kommunen vorpreschen würden.“

Ralf Abrahms, Bürgermeister der Stadt Bad Harzburg, brachte noch einen weiteren gewichtigen Grund hervor. „Der Aufwand, der betrieben werden müsste, um an einem dreiwöchigen Modellprojekt teilnehmen zu können, steht in keinem Verhältnis zu einem möglichen Nutzen. Diese Kapazitäten können wir nicht aufbringen.“

Erst gestern hatte die Niedersächsische Landesregierung die Voraussetzungen für die Bewerbung um einen Platz als Modellkommune veröffentlicht. Danach müssten die Kommunen ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, einschließlich Test-, Sicherheitskonzept und wissenschaftlicher Begleitung, bis Mittwochabend (31. März) um 18 Uhr in Hannover vorlegen. Ein ausgesprochen ehrgeiziger, eigentlich nicht einzuhaltender Zeitplan, wie die Bürgermeister übereinstimmend befanden.

Landkreis und Kommunen wollen ihre Pläne, Konzepte für eine Öffnung des öffentlichen Lebens zu entwickeln, aber nicht zu den Akten legen. Vielmehr sollen die nächsten Wochen intensiv dazu genutzt werden, langfristig tragbare Öffnungsstrategien zu entwickeln. Neben dem Aufbau einer flächendeckenden Testinfrastruktur, der Einführung und Erprobung der digitalen Kontaktnachverfolgung mit Hilfe der Luca-App, sollen auch Ideen für eine schrittweise Öffnung touristischer Angebote gesammelt werden.

Wolfgang Langer, Bürgermeister der Stadt Braunlage, zeigte sich zuversichtlich, dass touristisch einiges ermöglich werden könnte, vorausgesetzt die Zahlen sinken nachhaltig und tragfähige Test- und Nachverfolgungsmechanismen etabliert werden. „Angesichts des enormen Infektionstempos müssen wir realistisch sein, dazu gehören aber auch Konzepte für die Zeit danach. Der Tourismus in unserem Landkreis braucht sichere Perspektiven“, so Wolfgang Langer.

Erste Kreisrätin Regine Breyther wertet den einstimmigen Beschluss der Runde als verantwortungsvolles Signal auch in Richtung der Bürgerinnen und Bürger. „Im Bundes- und Landesvergleich ist die Inzidenz im Landkreis zwar weiterhin recht niedrig, wir dürfen diesen gemeinsam erarbeiteten Erfolg aber nicht aufs Spiel setzen. Deshalb sind wir gut beraten, wenn wir jetzt nicht allzu euphorisch die Türen öffnen.“

29.03.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 125

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Heute meldete das Gesundheitsamt den Tod eines 71-jährigen Mannes aus Braunlage, der am gestrigen Sonntag im Krankenhaus verstorben ist. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle liegt somit bei 125.

23.03.21: Ausgefallene Impftermine werden nachgeholt

Die Impftermine, die am Montag, 15. März, und Dienstag, 16. März, ausfallen mussten, werden in dieser und der nächsten Woche nachgeholt. Ursache für den Terminausfall war eine Entscheidung der Bundesregierung, die Verabreichung des Präparats von AstraZeneca kurzfristig auszusetzen.

Die Termine vom vergangenen Montag werden bereits am Freitag, 26. März, durchgeführt, die Impfungen, die am Dienstag vorgesehen waren, werden am Mittwoch, 31. März, verabreicht.

Die betroffenen Personen werden entweder telefonisch oder schriftlich über die Nachholtermine informiert.

23.03.21: Corona-Schnelltests in Schulen starten

In allen Schulen im Landkreis Goslar werden seit dieser Woche kostenlose Corona-Selbsttests für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte angeboten. Das Land Niedersachsen beliefert die Lehranstalten seit Freitag vergangener Woche mit den entsprechenden Testkits.

In Kooperation mit dem Goslarer Allgemeinmediziner Jens Suckstorff hat die Kreisverwaltung den Schulen angeboten, den Lehrkräften den Umgang mit den Selbsttests zu erläutern. Zahlreiche Schulen, so unter anderem das Christian-von-Dohm-Gymnasium, die Realschule Goldene Aue, die Oberschule Liebenburg oder die Oberschule an der Deilich in Bad Harzburg, haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Die Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klassenstufe können künftig bis zu zwei Tests in der Woche machen. „Ich rate dringend dazu, dieses Testangebot auch zu nutzen. Um wieder dauerhaft Präsenzunterricht in den Schulen anbieten zu können, sind diese Tests alternativlos“ so Suckstorff. Zur Klarstellung, die unterstützenden Ärzte machen dies kostenlos und erzielen keinen Gewinn mit der Durchführung von Schnelltests in den Schulen.

 

Hintergrundinformationen – Was passiert bei einem positiven

Schnelltestergebnis?

Sollte das Testergebnis positiv ausfallen, tritt ein entsprechender Ablaufplan in Kraft. Das Kind muss umgehend von seinen Eltern abgeholt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt steht ein gesonderter Raum zur Verfügung. Die Schüler werden in diesem Fall beaufsichtigt und in keinem Fall mit ihren eventuell auftretenden Ängsten und Sorgen alleine gelassen. Für den Fall, dass die Familie nicht in der Lage ist, das Kind umgehend in der Schule abzuholen, prüft der Landkreis aktuell, ob eine Einzelbeförderung nach Hause möglich ist. Dies kann aber nur in ganz besonderen Fällen die Ausnahme bilden. Die Schulen werden darüber informiert, wie in solchen Situationen vorgegangen werden soll. Definitiv ausgeschlossen ist nach einem positiven Schnelltest eine Beförderung im ÖPNV. „Alle positiv getesteten Personen sollten noch am selben Tag, möglichst bis elf Uhr, in einer Arztpraxis den notwendigen PCR-Test machen. So kann garantiert werden, dass bereits am Folgetag das Ergebnis in der Arztpraxis vorliegt“ so der Rat von Jens Suckstorff. Fällt dieser Test negativ aus, kann der Schüler umgehend wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Wird das Ergebnis des Schnelltests bestätigt, ordnet das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen an. Für die anderen Schülerinnen und Schüler in der Klasse besteht in diesem Fall kein Grund zur Panik. Durch die Schnelltests ist gewährleistet, dass infektiöse Schüler schnell erkannt werden. Ohne diese Schnelltests würden diese Schülerinnen und Schüler den gesamten Tag in der Schule verbringen und so unter Umständen ein weit größeres Ausbruchgeschehen verursachen.

 

Peter Rausche - Oberschule Bad Harzburg - und Dr. Jens Suckstorff

 

22.03.21: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat zwei weitere Corona bedingte Todesfälle gemeldet. Bereits am Freitag verstarb demnach eine 79-jährige Dame aus Vienenburg im Goslarer Krankenhaus. In Seesen verstarb gestern eine 80-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims. Die Gesamtzahl aller seit Beginn der Pandemie bestätigten Todesfälle beläuft sich auf 124.

 

19.03.21: Keine Schritte der Lockerung in der kommenden Woche Stufenplan zu Öffnungsszenarien sorgt für Irritationen / Gastronomie darf noch nicht öffnen

Der vor einigen Wochen veröffentlichte Stufenplan, der mögliche Öffnungsszenarien in der Corona-Pandemie veranschaulichen sollte, sorgt aktuell für Irritationen.

So wird dort unter anderem auf etwaige Öffnungen der Gastronomie ab dem 22. März hingewiesen, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Dieser Stufenplan ist nicht verbindlich und stimmt auch nicht mit den Regelungen der aktuell gültigen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen überein. Diese entfaltet noch bis Sonntag, 28. März 2021, ihre Gültigkeit. Dort sind Öffnungen der Gastronomie ab kommender Woche, und sei es nur im Außenbereich, ganz eindeutig nicht vorgesehen. Und auch Theater, Kinos oder Konzerthäuser dürfen nicht öffnen. Dies bestätigte auch nochmals die Niedersächsische Staatskanzlei auf Nachfrage.

Landrat Thomas Brych unterstreicht, dass ab Montag keine weiteren Lockerungen in Kraft treten werden, sondern zunächst die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Kanzleramt abzuwarten sind. Diese ist für Montag angesetzt.

Inwiefern dort über weitere Lockerungen entschieden wird, ist derweil noch nicht abzusehen. Landrat Thomas Brych bezeichnet die Situation als schwierig: „Der Wunsch nach Lockerungen und der wirtschaftliche Druck sind groß. Deshalb stehen wir auch möglichen Erwägungen, eine Art Modellregion für Öffnungen zu werden, nicht ablehnend gegenüber. Die bundesweit steigenden Infektionszahlen, von denen wir im Landkreis Goslar bisher glücklicherweise verschont geblieben sind, stimmen jedoch eher pessimistisch, was weitere, umfassende Öffnungsschritte vor Ostern anbelangt“, so Landrat Brych.

„Wir sollten optimistisch bleiben, dürfen uns aber auch nicht der Illusion hingeben, dass wir es nun geschafft haben. Laut Aussage vieler Experten befinden wird uns mitten in der dritten Welle, die möglicherweise sehr heftig ausfallen könnte. Deshalb müssen wir uns weiter zurückhalten, vor allem, was unsere persönlichen Kontakte angeht. Dort finden die meisten Übertragungen statt“, ergänzt der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

19.03.21: Samstags-Impfungen sind wieder angesetzt
Freigabe des Impfstoffes von AstraZeneca führt zu erneuten Umplanungen / Ausgefallene Termine sollen rasch nachgeholt werden

Die für den morgigen Samstag, 20. März 2021, anberaumten Impftermine im Impfzentrum des Landkreises Goslar werden nun doch wie geplant durchgeführt. Diese Nachricht erreichte den Landkreis heute Morgen.

Demnach ist die gestrige Verlautbarung, dass das Impfzentrum am Samstag geschlossen bleibt, hinfällig. Geimpft wird am morgigen Tag mit dem Präparat des Herstellers AstraZeneca.

Die am Montag und Dienstag ausgefallenen Termine sollen zeitnah nachgeholt werden. Eine Einladung soll dem betroffenen Personenkreis schnellstmöglich zugehen.

Gute Nachrichten gibt es derweil mit Blick auf die Impfungen der Menschen aus der Gruppe der über 80-Jährigen im Landkreis Goslar. Der für die Terminvergabe zuständige Dienstleister des Landes hat gestern den letzten Personen ab 80 und älter, die noch auf der Warteliste des Landes standen, einen Impftermin angeboten. Zwischenzeitlich waren dort mehrere tausend Menschen dieser Altersgruppe gelistet. Nun wird den Personen der zweiten Impfpriorität (beispielsweise Personen im Alter von 70 bis 79) ein Angebot gemacht.

Alle Menschen die über 80 Jahre alt sind, und die sich bisher gescheut haben oder aus anderweitigen Gründen nicht auf der Warteliste stehen, sollten sich noch kurzfristig über die Hotline des Landes (0800) 9988665 oder das Anmeldeportal (www.impfportal-niedersachsen.de) registrieren lassen. Von Seiten des Landes wurde der Goslarer Kreisverwaltung versichert, dass Personen ab 80 Jahren, die neu auf der Warteliste auftauchen, weiterhin bevorzugt einen Impftermin erhalten.

Landrat Thomas Brych hofft derweil, dass die Skepsis gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca nicht noch weiter zunehmen wird. „Das Aussetzen der Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca hat zu weiterer Verunsicherung in der Bevölkerung geführt. Das kann ich auch vollkommen nachvollziehen, und ich habe auch Verständnis für mögliche Bedenken. Nichtsdestotrotz möchte ich weiter an die Menschen in unserem Landkreis appellieren, ein vorliegendes Impfangebot auch wahrzunehmen, denn Impfungen sind bislang der einzig wirksame Weg aus dieser Krise“, sagt Landrat Brych.

 

18.03.21: Gesundheitsamt meldet 122. Todesfall

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar steigt leider weiter. Heute meldete das Gesundheitsamt den Tod eines 82-jährigen Altenheimbewohners aus Seesen. Es ist der 122. Todesfall seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres.

 

17.03.21: Impftermine mit AstraZeneca am Samstag fallen allesamt aus

Offenbar wurden auch über 80-Jährige von der Warteliste für Impfungen am Wochenende eingebucht

Das Land Niedersachsen hat offenbar auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die der Altersgruppe der über 80-Jährigen angehören und auf der Warteliste stehen, für einen Impftermin mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca eingebucht. Das Präparat des schwedisch-englischen Herstellers ist inzwischen auch für Menschen über 65 Jähren zugelassen, problematisch ist jedoch, dass die Verabreichung des Mittels gegenwärtig vollständig gestoppt wurde.

Bei allen für den kommenden Samstag, 20. März 2021, geplanten Impfterminen wäre das Präparat von AstraZeneca zum Einsatz gekommen. So auch bei den über 80-Jährigen. Alle Termine, unabhängig vom Alter, sind jedoch abgesagt, das Impfzentrum bleibt am Samstag geschlossen. Bislang wurden noch keine Menschen Ü-80 im Landkreis Goslar mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.

Das Land, so wurde es dem Landkreis mitgeteilt, wird die betreffenden Personen darüber informieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Schreiben nicht rechtzeitig eintreffen, deshalb weist die Kreisverwaltung daraufhin, dass am Samstag nicht geimpft wird.

Zur Frage, wie mit den ausgefallenen Impfterminen umgegangen wird, wird das Land Niedersachsen voraussichtlich konkrete Zusagen machen. Aktuell können aufgrund fehlenden Impfstoffs keine kurzfristigen Ersatztermine angeboten werden.

 

 

 

 

17.03.21: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat heute zwei weitere Corona bedingte Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Fälle steigt somit auf 121.

Erst heute erreichte das Gesundheitsamt die Nachricht vom Tod eines 93-jährigen Bewohners eines Goslarer Altenheims. Er war bereits im Februar verstorben.

Gestern verstarb eine 70-jährige Frau aus Liebenburg im Goslarer Krankenhaus.

16.03.21: Sporthallen bleiben für

den Vereinssport geschlossen

Die Sporthallen des Landkreises Goslar werden zunächst bis zu den Osterferien nicht für den Vereinssport freigegeben. Auf diese Regelung hat sich der Landkreis mit dem Kreissportbund Goslar verständigt.

Beide Seiten betonen ausdrücklich, dass ihnen diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist. Christian Friedrich, Fachdienstleiter Schulorganisation und Sport beim Landkreis, erklärt: „Persönlich kann ich den Wunsch nach einem normalen Trainings- und Wettkampfbetrieb nach fast zwölfmonatiger Pause sehr gut nachvollziehen.“

Friedrich und Volker Bäcker – 1. Vorsitzender des Kreissportbundes Goslar – sind sich aber einig, dass die aktuelle Verordnung zwar in bestimmten Fällen eine Öffnung der Sporthallen ermöglichen würde, die daran geknüpften Bedingungen würden eine Umsetzung in der Praxis aber sehr erschweren.

Die Verordnung sieht vor, dass eine sportliche Betätigung in Sporthallen für Einzelpersonen oder mit insgesamt höchstens fünf Personen aus insgesamt zwei Haushalten wieder gestattet werden kann. Sofern der Inzidenzwert in der betreffenden Kommune in den letzten sieben Tagen unter 35 liegt, können auch bis zu zehn Personen aus maximal drei Haushalten gemeinsam Sport treiben.

Für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren ist es nach der Verordnung sogar zulässig, in nicht wechselnden Gruppen von bis zu 20 Kindern, zuzüglich zwei betreuender Personen, auf öffentlichen und privaten Sportanlagen unter freiem Himmel der Sportausübung nachzugehen. Schwimmbäder sind von dieser Regelung ausgeschlossen.

Dabei bleibt offen, wie mit Sportlerinnen und Sportlern umgegangen werden muss, die in einem Ort leben, der einen wesentlich höheren Inzidenzwert aufweist, als am Standort der Sporthalle. Der Vereinssport zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass viele Menschen aus unterschiedlichen Wohnorten zum Sport zusammenkommen.

Bäcker begründet die Entscheidung, die Hallen vor Ostern nicht zu öffnen auch damit, dass nahezu täglich auf der Grundlage der Inzidenzwerte neu entschieden werden müsste, mit wie vielen Personen Sport erlaubt ist. „Vor dem Hintergrund, dass die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen ohnehin weiterhin untersagt bleibt und dieser Tagesaktuellen Entscheidungen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, so der 1. Vorsitzende des Kreissportbundes.

Beide Vertreter haben die Hoffnung, dass sich die Lage nach den Osterferien weiter entspannt und der Vereinssport wieder möglich wird.

Volker Bäcker betont, dass diese Entscheidung einvernehmlich getroffen wurde. Gleichwohl hat er den Landkreis Goslar darum gebeten, die Sporthallen im Gegenzug in den anstehenden Sommerferien für die Vereine freizugeben. Traditionell stehen diese in den Schulferien nicht zur Verfügung. „Sofern keine Baumaßnahmen oder anderweitige Sperrungen notwendig sind, werden wir diesen Wunsch wohlwollend prüfen“, zeigt sich Christian Friedrich vom Landkreis gesprächsbereit.

15.03.21: Landkreis Goslar setzt Impfungen mit AstraZeneca aus

Impfungen mit Vakzin des Herstellers Biontech werden fortgesetzt

Das Impfzentrum des Landkreises Goslar hat mit sofortiger Wirkung die Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca eingestellt. Die für die nächsten Tage geplanten Termine, bei denen dieser Impfstoff verabreicht werden sollte, müssen ausfallen. Neben Terminen im Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker sind auch die Einsätze der mobilen Teams betroffen, die in dieser Woche in größeren Einrichtungen unterwegs gewesen wären.

Die für diese Woche geplanten Impfungen von Bürgerinnen und Bürgern, die zur Gruppe der über 80-Jährigen gehören, sind davon nicht betroffen. Bei dieser Impfgruppe kommt das Präparat des deutschen Herstellers Biontech zur Anwendung. Es handelt sich dabei um die Impftermine am Mittwoch, Donnerstag, und Freitag.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat darüber informiert, dass aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich aussetzt. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

 

15.03.21: Coronavirus: Zahl der Todesfälle steigt auf 119

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Heute erreichten das Gesundheitsamt Mitteilungen über zwei Todesfälle. In Seesen sind jeweils 95 Jahre alte Bewohnerinnen aus verschiedenen Altenheimen verstorben.

Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr liegt bei 119.

15.03.21: Osterfeuer müssen auch in diesem Jahr ausfallen

Auch in diesem Jahr müssen die Osterfeuer im Landkreis Goslar pandemiebedingt ausfallen. Darauf haben sich die Bürgermeister und die Bürgermeisterin der kreisangehörigen Kommunen verständigt.

Die Infektionslage im Landkreis Goslar ist gegenwärtig zwar entspannt, dennoch sind größere Veranstaltungen weiterhin nicht möglich. Dies wird sich auch zu Ostern aller Voraussicht nicht ändern.

Der Landkreis Goslar unterstützt die Entscheidung der Kommunen, in dieser Frage einen gemeinsamen Weg zu gehen. „Das schafft Klarheit“, so Landrat Thomas Brych, „und sorgt hoffentlich für das notwendige Verständnis in der Bevölkerung. Die Osterfeuer müssen nun schon zum zweiten Mal ausfallen. Ich hoffe, dass wir sie dann im nächsten Jahr wieder in gewohnter Form ausrichten können.“

12.03.21: Landkreis lockert Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

 

Aufgrund des anhaltend geringen Inzidenzwertes unter der entscheidenden Marke von 35 Neuinfektionen binnen sieben Tagen, lockert der Landkreis Goslar die Kontaktbeschränkungen für private Treffen. Unabhängig der Inzidenz wird auch die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gelockert.

Ab dem morgigen Samstag dürfen sich demnach bis zu zehn Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten treffen, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Und auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-/Nasenbedeckung im öffentlichen Raum wird abgeändert. In Braunlage sowie der Berg- und Universitätsstadt wird die Maskenpflicht auf den bislang definierten Plätzen und Straßen komplett außer Kraft gesetzt. In Goslar gibt es geringfügige Anpassungen. In Bad Harzburg bleiben die Regelungen unverändert bestehen.

Mit Blick auf die Lockerung der Kontaktbeschränkungen ist festzuhalten, dass sich dieses nur auf Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Goslar bezieht oder auf Menschen aus Regionen, die gleichlautende Regelungen getroffen haben. Personen aus Regionen, in denen die Inzidenz über 35 liegt, sind von solchen Treffen ausgeschlossen.

Landrat Thomas Brych unterstreicht, dass die Lockerungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen immer an die Entwicklung des Infektionsgeschehens gekoppelt sind: „Steigen unsere Infektionszahlen über die Marke von 35 müssen wir Kontaktlockerungen wieder zurücknehmen. Bei der Maskenpflicht greift dies nicht, diese besteht Inzidenzunabhängig.“

Ab kommender Woche, so sehen es die Planungen vor, werden im Landkreis flächendeckend Corona-Schnelltests angeboten. Wo genau, soll ebenfalls zeitnah bekanntgegeben werden. Nach aktuellem Informationsstand wird es mindestens über 20 Teststationen geben.

Brych zeigt sich erfreut, dass sich neben Apotheken und einigen Arztpraxen vor allem Hilfsorganisationen wie das DRK bereiterklärt haben, bei den Testungen der Bevölkerung zu unterstützen. „Es zeigt sich einmal mehr, dass wir uns auf das Ehrenamt verlassen können. Allen Engagierten spreche ich bereits meinen herzlichen Dank aus“, sagt der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Trotz der Lockerungen bittet der Landrat weiterhin um Vorsicht: „Die Pandemie prägt unser aller Leben nun schon seit einem Jahr. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich schon an unsere Bürgerinnen und Bürger dahingehend appelliert habe, aber ich muss weiterhin tun. Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie die Reduzierung der persönlichen Kontakte sind nach wie vor die Gebote der Stunde.“

 

Hier gilt die Maskenpflicht im öffentlichen Raum

 

Im Gebiet der Stadt Goslar gilt die Maskenpflicht in folgenden Bereichen: Bahnhofsvorplatz einschl. ZOB, Rosentorstraße, Jakobikirchhof, Fischemäkerstraße, Hokenstraße, Schuhhof, Fleischscharren, Bäckerstraße zwischen Münzstraße und Fischemäkerstraße, Marktplatz, Marktkirchhof, Hoher Weg, Domplatz bis Kaiserpfalz.

 

Im Gebiet der Stadt Bad Harzburg gilt die Maskenpflicht weiterhin in Herzog-Wilhelm-Straße (ab Einmündung Nordmannstraße über Jungbrunnen bis Randbereich Kurpark (Höhe der Tourist-Info/Nordhäuser Straße).

 

Die Pflicht zum Tragen einer Maske auf Parkplätzen von Supermärkten, in Supermärkten selbst, im Eingangsbereich und in den Geschäften des Einzelhandels, in weiteren Einrichtungen sowie in etwaigen Warteschlangen greift selbstverständlich entsprechend der Regelungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung weiter.

 

Übersichtsplan Stadt Goslar - Maskenpflicht

 

 

12.03.21: Inzidenzkurve veröffentlicht vom Land Niedersachsen

 

 

10.03.21: Im Landkreis Goslar wurde heute die 10.000. Corona-Erstimpfung verabreicht

Eine Nachricht, die Hoffnung macht: Im Landkreis Goslar wurde heute die 10.000. Corona-Erstimpfung verabreicht. Landrat Thomas Brych freut sich über diese positive Entwicklung, denn sie unterstreicht, dass die Impfkampagne deutlich an Fahrt aufgenommen hat: „Die mangelnde Verfügbarkeit von Impfstoffen hat uns zu Beginn des Jahres in unseren Ambitionen stark ausgebremst. Zwar ist die Situation noch immer nicht perfekt, die aktuellen Fortschritte stimmen jedoch in der Tat hoffnungsvoll. Auch die Pläne, die Hausärzte in die Impfungen einzubinden, dürften zusätzlichen Schub bringen, davon bin ich überzeugt.“

Am heutigen Tag werden mit einer Ausnahme auch die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Kreisgebiet abgeschlossen sein. Bisher konnten in 41 der insgesamt 42 vollstationären Einrichtungen der Altenpflege die Erst- und Zweitimpfungen bei Bewohnern und Belegschaft durchgeführt werden. Dass die Impfungen in den Altenheimen Wirkung entfalten, spiegelt sich auch im aktuellen Infektionsgeschehen wieder. Zum Ende vergangenen Jahres und zu Beginn dieses Jahres sorgten vor allem Ausbruchgeschehen in Altenheimen für einen Anstieg bei den Corona-Infektionen. Inzwischen ist diese Entwicklung glücklicherweise deutlich rückläufig.

„Die Alten- und Pflegeheime galten seit Beginn der Pandemie als besonders gefährdet. Auch hier bei uns im Landkreis Goslar hatten wir mehrere Ausbruchsgeschehen, die am Ende auch Todesopfer forderten. Das ist ausgesprochen tragisch, deshalb war es auch so wichtig, hier als erstes mit den Impfungen anzusetzen“, sagt Landrat Brych.

Im Impfzentrum des Landkreises werden neben den Menschen aus der Gruppe der über 80-Jährigen seit einigen Wochen auch bestimmte Berufsgruppen geimpft. Während die Mitarbeiter aus Krankenhäusern, vom Rettungsdienst oder den ambulanten Pflegediensten bereits versorgt wurden, erhält nun auch das Personal von Grundschulen, Kindertagesstätten sowie aus weiteren Pflege- und Gesundheitsberufen ein Impfangebot.

Auf der Warteliste des Landes befinden sich unterdessen mehr als 3.000 Personen der Altersgruppe 80+, die weiterhin in Erwartung eines Termins stehen. Für Menschen in der Altersgruppe ab 70 Jahren ist es aktuell noch nicht möglich, über das Anmeldeportal respektive die Hotline des Landes einen Impftermin zu vereinbaren.

Landrat Brych ist jedoch zuversichtlich, dass auch hier bald Bewegung reinkommen wird. Positiv stimmen den Chef der Goslarer Kreisverwaltung im Übrigen auch zahlreiche Nachrichten, die die Arbeit im Impfzentrum loben. „Solche Rückmeldungen freuen mich sehr. In den vergangenen Tagen und Wochen haben mich zahlreiche Dankesnachrichten erreicht. Dieses Lob gebe ich ausgesprochen gerne an die Kolleginnen und Kollegen im Impfzentrum weiter, die dort eine ausgezeichnete Arbeit leisten und bis an die Belastungsgrenze gehen“, sagt Landrat Thomas Brych.

 

 

09.03.21: Corona-Verordnung bietet nur wenig Spielraum für weitere Lockerungen
Aufweichung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum auf dem Prüfstand / Mögliche Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen

Die neueste Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die nach ihrer Veröffentlichung am Freitag über das Wochenende noch zwei Korrekturen erfuhr, löst weiterhin viel Gesprächs- und Erklärungsbedarf aus. So auch im Landkreis Goslar, wo die Bürgerinnen und Bürger mit Blick auf einen seit Tagen niedrigen Inzidenzwert auf weitergehende Lockerungen hoffen.

Landrat Thomas Brych hat vollstes Verständnis für diese Erwartungshaltung, muss jedoch darauf hinweisen, dass die Verordnung des Landes nur wenig Spielraum für Lockerungen bei regional niedrigen Inzidenzwerten zulässt.

So ist beispielsweise die vielfach geforderte weitere Öffnung des Einzelhandels nicht möglich. „Die neue Verordnung sieht keine Lockerungen im Handel bei bestimmten regionalen Inzidenzen vor“, so Landrat Thomas Brych.

Etwas anders verhält sich die Situation bei den Kontaktbeschränkungen. Liegt die Inzidenz unter 100 dürfen sich seit Montag wieder fünf Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Bei einer regionalen Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, können diese Regelungen weiter gelockert werden. Theoretisch sind dann Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen aus maximal drei Haushalten möglich. Auch hier gilt die Regelungen der unter 14-Jährigen entsprechend.

Der Landkreis Goslar bereitet gegenwärtig eine Allgemeinverfügung vor, die eine derartige Lockerung der Kontaktbeschränkungen erlauben soll. Um dieses Verfahren abzuschließen, bedarf es jedoch noch einer Stellungnahme des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA), die bisher noch nicht vorliegt. Geplant ist die Allgemeinverfügung bis Ende dieser Woche zu veröffentlichen. Dazu Landrat Thomas Brych: „Uns ist es wirklich ein wichtiges Anliegen, die möglichen, weiterführenden Lockerungen auch umzusetzen. Doch wir müssen uns an Recht und Gesetz halten und die nötigen Rahmenbedingungen aufstellen.“

Die Schaffung eines rechtlichen Rahmens gilt im Übrigen auch für eine mögliche Lockerung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Bislang gilt vor allem im Bereich von Fußgängerzonen und belebten Straßen eine Maskenpflicht. Diese soll, wo immer möglich gelockert werden, wobei die Maskenpflicht in der aktuellen Verordnung nicht mehr Inzidenzgebunden ist. „Mit den kreisangehörigen Kommunen stimmen wir uns ab, wo die Maskenpflicht aufgehoben werden kann und wo sie Bestand haben muss. Auch hier gehe ich von einer Entscheidung beziehungsweise Änderung der bestehenden Allgemeinverfügung im Laufe der nächsten Tage aus“, erklärt Brych.

Im Hinblick auf die angekündigten flächendeckenden Corona-Schnelltests wurde aktuell konkretisiert, dass es nicht Ziel der auf Bundesebene getroffenen Verabredung sei, eine eigene staatliche Infrastruktur aufzubauen. Für die Durchführung der Tests sollen in erster Linie die niedergelassenen Ärzte, die Zahnärzte und Apotheken herangezogen werden. Bei entsprechendem Bedarf könnten ergänzend in Gemeinden kommunale Testzentren angeboten werden. Auch auf private Anbieter, so ist aus Landeskreisen zu vernehmen, könne gegebenenfalls zurückgegriffen werden.

„Wir haben keinen klar definierten Auftrag erhalten, entsprechende Teststrukturen aufzubauen. Nichtsdestotrotz machen wir uns natürlich Gedanken und führen Gespräche, wie wir in diesem Bereich möglicherweise sinnvoll unterstützen können. Klar ist aber auch, dass wir uns keine Aufgabe heranziehen, für die wir am Ende nicht verantwortlich zeichnen“, sagt Landrat Brych.

Trotz der zaghaften Lockerungen und den Fortschritten bei den Impfungen bittet der Landrat weiterhin um Vorsicht und Zurückhaltung. „Die Pandemie begleitet uns inzwischen seit fast einem Jahr. Mir ist bewusst, dass viele ob der zahlreichen Einschränkungen und Vorschriften müde sind. Dennoch müssen wir uns weiter bemühen und uns an die gängigen Abstands- und Hygieneregeln halten. Das Infektionsgeschehen ist immer nur eine Momentaufnahme und kann trotz der erfreulichen Entwicklungen der vergangenen Tage auch schnell wieder umschlagen.“

 

09.03.21: Coronavirus: Zahl der Todesfälle steigt auf 117

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Heute erhielt das Gesundheitsamt die Mitteilung über den Tod einer 88-jährigen Altenheimbewohnerin aus Seesen. Es handelt sich um den 117. bestätigten Todesfall seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr.

08.03.21: „Impfungen in Hausarztpraxen sind Bestandteil der Impfstrategie“
Aussagen vom Landkreis hinsichtlich dezentraler Impfungen war offensichtlich missverständlich / Verstärkter Einsatz mobiler Impfteams geplant

In der vergangenen Woche hatte der Landkreis seine Haltung hinsichtlich dezentraler Impfungen bekräftigt und versucht deutlich zu machen, dass es gegenwärtig keine dezentralen Impfstellen in den kreisangehörigen Kommunen geben wird.

Diese Aussage war offensichtlich missverständlich. Die Kreisverwaltung schließt damit keine Impfungen in den Praxen niedergelassener Ärzte aus, sofern diese möglich werden. Und auch der verstärkte Einsatz mobiler Impfteams stellt eine wichtige Option mit Blick auf eine Erhöhung der Kapazitäten dar.

Dazu Erste Kreisrätin Regine Breyther: „Was wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht wollen und nicht können, ist die Einrichtung dezentraler Impfstellen beispielsweise in Dorfgemeinschaftshäusern. Impfungen in Hausarztpraxen sowie der Einsatz mobiler Teams in Unternehmen oder größeren Organisationseinheiten ist selbstverständlich Bestandteil der Impfstrategie“

Die niedergelassenen Ärzte, so sehen es landesweite Planungen vor, sollen bereits ab April im größeren Umfang einbezogen werden und somit dazu beitragen, die Impfgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen.

Derweil erhöht auch der Landkreis die Kapazitäten in seinem Impfzentrum im Goslarer Stadtteil Oker. Dies erfolgt unter anderem durch die Ausweitung der Impfzeiten in die Abendstunden und an Wochenenden.

08.03.21: Coronavirus: Zahl der  Todesfälle steigt auf 116

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar meldet drei weitere Corona bedingte Todesfälle. Bereits am gestrigen Sonntag erhielt die Behörde die Nachricht über den Tod eines 80-jährigen Mannes aus Goslar.

Heute erhielt das Gesundheitsamt die Todesbescheinigung einer 62-jährigen Seesenerin, die bereits am 2. März im Krankenhaus verstorben ist. Am gestrigen Sonntag verstarb eine 101-jährige Bewohnerin eines Seesener Altenheims. Die Nachricht erreichte das Gesundheitsamt ebenfalls heute.

Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie liegt somit bei 116.

05.03.21: Corona-Lockerungen: Landrat Brych fehlt eine deutlichere Perspektive Regelungen zu Lockerungen in Teilen missverständlich und unkonkret

Die schrittweisen Lockerungen des seit Mitte Dezember bestehenden Lockdowns sorgen weiterhin für zahlreiche Fragen hinsichtlich der genauen Umsetzung und Ausgestaltung der verschiedenen Maßnahmen.

Auch Goslars Landrat Thomas Brych zeigt sich ob der Regelungen und Vorgaben unzufrieden: „Bislang wurde leider nicht deutlich genug herausgearbeitet, welcher Inzidenzwert für die angekündigten Öffnungsschritte maßgeblich ist. Wird hier die durchschnittliche Inzidenz des Landes oder die der jeweiligen Landkreise zugrunde gelegt? So erreichen mich zahlreiche Fragen, ob beispielsweise der Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten in einem Landkreis nicht schon früher geöffnet werden kann. Vom Land haben wir bisher die Aussage erhalten, dass solche Optionen geprüft werden. Demnach haben wir an dieser Stelle gegenwärtig noch keinen rechtlichen Spielraum und müssen weiterhin abwarten. Für den stationären Handel aber auch für viele weitere Branchen und Bereiche ist das eine schwierige Situation.“

Der Chef der Goslarer Kreisverwaltung wertet die Lockerungen in Teilen als unbefriedigend, denn eine klare Perspektive sieht nach seiner Auffassung anders aus. „Unseren Bürgerinnen und Bürgern, die seit Monaten im Lockdown stecken und hervorragend mitgezogen haben, bringt es nichts, wenn sie sich nun erneut durch komplizierte Verordnungen quälen müssen. Ich hätte mir gewünscht, dass hier klarere und verständlichere Regeln gefasst und aus Berlin deutlichere Signale gesendet worden wären.“

Laut den aktuellen Informationen aus Hannover besteht ab kommenden Montag wieder die Möglichkeit sich mit bis zu fünf Freunden, Verwandten und Bekannten aus zwei unterschiedlichen Hausständen zu treffen. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Ferner können ab Beginn der kommenden Woche Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten in Niedersachsen mit 50 Prozent der normalen Kapazität und einer Anmeldepflicht öffnen.

Individualsport, so heißt es aus der Staatskanzlei, ist mit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen zulässig. Bis zu 20 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren dürfen im Außenbereich auch in Gruppen Sport treiben.

Blumengeschäfte und Gartencenter sind in Niedersachsen bereits geöffnet, Friseurbetriebe ebenso. Auch Fahrschulen dürfen praktischen Unterricht bereits wieder anbieten. Die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe können ebenfalls ab Montag mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen. Für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann, sind ein tagesaktueller COVID-19-Schnell- oder Selbsttest der Kundin oder des Kunden und ein Testkonzept für das Personal Voraussetzung. Das gilt beispielsweise für Gesichtskosmetik oder für Rasuren.

Der sonstige Einzelhandel kann für sogenannte Terminshopping-Angebote öffnen (click and meet). Dies wird jedoch begrenzt auf eine Kundin/einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche. Vorherige Terminbuchung und Kontaktnachverfolgung sind notwendig.

Das Land Niedersachsen versteht alle weiteren in dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Aussicht genommenen Öffnungsschritte als Orientierungsrahmen. Die konkrete Ausgestaltung dieses Rahmens soll im Lichte der jeweiligen konkreten Situation, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg und vor dem Hintergrund von Testungen und Impfungen erfolgen.

05.03.21: Coronakrise: Frauen sind Stützen der gesellschaftlichen Grundversorgung
Gleichstellungsbeauftragte Kathrin Geschke blickt auf den 110. Weltfrauentag, der am kommenden Montag begangen wird

Am kommenden Montag, 8. März 2021, wird der Weltfrauentag bereits zum 110. Mal begangen. Normalerweise kommen zu diesem Anlass weltweit Frauen zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und für gleiche Rechte von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen einzutreten.

Pandemiebedingt muss in diesem Jahr auf große Zusammenkünfte und Treffen verzichtet werden. Auch im Landkreis Goslar wird dies entsprechend gehandhabt.

„Durch die Pandemieentwicklung haben viele Kooperationspartnerinnen und auch wir auf eine öffentliche Veranstaltung verzichtet“, erklärt Kathrin Geschke, Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Goslar. „Dabei hat uns gerade das vergangene Jahr gezeigt“, so Geschke weiter, „dass es überwiegend Frauen waren, die in der Krisenzeit für die Grundversorgung unserer Gesellschaft in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder in Supermarkt tätig waren.“

Geschke verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine Statistik der Hans-Böckler-Stiftung, die einen Rollback am Arbeitsmarkt und in der Rollenverteilung bei Paaren mit Kindern ausweist. Frauen haben in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen meist neben dem Homeoffice, die Hauptlast der Sorgearbeit getragen. Oft standen finanzielle Überlegungen im Vordergrund, so dass oft auf das höhere Gehalt des Mannes nicht verzichtet werden konnte. Ebenso sind Minijobs in dieser Zeit zu einer großen Falle geworden, da hier kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht. „Besonders schwer“, unterstreicht die Gleichstellungsbeauftragte, „haben es Alleinerziehende oder Frauen in Teilzeit. Dies alles führt zu Abhängigkeiten, hat Folgen für die Karriere und die Altersvorsorge.“

Positiv anzumerken ist laut Geschke jedoch, dass sich Männer durch Homeoffice und Kurzarbeit stärker als zuvor in Haushalt und Kindererziehung eingebracht haben. Für eine gleichberechtigte Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern ist ihrer Auffassung nach allerdings noch ein weitergehendes gesellschaftliches Umdenken nötig und bessere politische Rahmenbedingungen wichtig.

„Ein zentrales Element für diese Entwicklungen sind – Frauen“, sagt Geschke. „Es ist wichtig, dass Frauen die Rahmenbedingungen für ihr alltägliches Leben, für die Arbeitswelt und Partnerschaftsmodelle selbst mitbestimmen und erkennen, dass sie aktiv Einfluss nehmen können auf diese Lebensbereiche“, so die Gleichstellungsbeauftragte abschließend.

Kathrin Geschke hat seit kurzem auch eine neue Stellvertreterin. Michaela Meyer wurde im Dezember 2020 vom Kreistag mit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten bestellt. Mit diesem Beschluss ist Meyer parallel Gleichstellungsbeauftragte für die KreisWirtschaftsBetriebe (KWB) Goslar geworden. Landrat Thomas Brych und KWB-Betriebsleiter Thomas Ebert freuen sich über diese enge Kooperation und Verzahnung. Dies bekräftigten beide in dieser Woche bei einem Corona konformen Fototermin.

05.03.21: Zahl der Corona-Todesfälle steigt erneut

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat in dieser Woche weitere Corona bedingte Todesfälle gemeldet. Bereits am Mittwoch hatte das Amt über den Tod eines 75-jährigen Mannes aus dem Bereich der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld informiert. Der Mann war bereits am 21. Februar im Goslarer Krankenhaus verstorben. Die Todesbescheinigung wurde mit Verspätung zugestellt.

Gestern Abend wurde der Tod einer 84-jährigen Altenheimbewohnerin aus Seesen gemeldet.

Die Gesamtzahl aller seit Beginn der Pandemie bestätigten Todesfälle beläuft sich demnach auf 113.

05.03.21: Bürgertelefon nur noch vormittags besetzt

Die Erreichbarkeit des Bürgertelefons des Landkreises Goslar wird ab kommender Woche aufgrund rückläufiger Anrufe runtergefahren. Ab dem 8. März können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter der Rufnummer (05321) 76-333 kontaktiert werden. Sollte sich der Bedarf erneut erhöhen, werden die Zeiten selbstverständlich angepasst.

03.03.21:Landkreis erteilt dezentralen Impfungen erneut eine Absage Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis /  Impfstoffverteilung und Terminvergabe würden weiter erschwert

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Landkreis Goslar betont, von dezentralen Impfungen in den Kommunen abzusehen. Daran wird die Verwaltung trotz entsprechender Vorstöße und Wünsche aus unterschiedlichen Richtungen auch weiterhin festhalten.

Aus Sicht des Landkreises steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen. So müsste die Terminvergabe losgelöst von der des Landes erfolgen. Darüber hinaus stellt sich in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage nach einer gerechten Impfstoffverteilung. Ist eine Kommune beispielsweise aus personeller Hinsicht nicht in der Lage Voraussetzungen wie eine reibungslose Terminvergabe oder die Sicherstellung der notwendigen Logistik zu erfüllen, könnte ein solches Angebot nicht erfolgen. Die Bürgerinnen und Bürger würden demnach im Vergleich mit denen aus anderen Städten oder Gemeinden ins Hintertreffen geraten.

Hinzu kommt, dass die Abläufe im zentralen Impfzentrum des Landkreises in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker bestens ineinandergreifen, und die Abwicklung von mehreren hundert Impfungen pro Tag gewährleistet werden kann. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Erste Kreisrätin Regine Breyther unterstreicht ferner, dass die Kapazitäten im Impfzentrum noch nicht erschöpft sind und genügend Optionen bestünden, hochbetagte Menschen – sofern sie nicht bettlägerig sind – ins Impfzentrum zu befördern. „Neben der Ausstellung eines Krankenbeförderungsscheins durch den Hausarzt, haben auch wir immer wieder betont, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen, eine Transportmöglichkeit zu organisieren“, so Breyther.

Die Versorgung mit Impfstoff ist zwar immer noch ausbaufähig, der Betrieb im Impfzentrum nimmt jedoch langsam an Fahrt auf. Von Beginn dieser Woche bis zum 22. März sind rund 4.000 Termine mit Bürgerinnen und Bürgern aus der Gruppe der Ü-80-Jährigen geplant. Hinzukommen die Impfungen des Personals von Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten, Lehrinnen und Lehrern sowie weiteren Beschäftigten in den Grund- und Förderschulen des Landkreises.

Die Impfungen in den 42 vollstationären Einrichtungen der Altenpflege werden voraussichtlich Mitte kommender Woche abgeschlossen sein.

01.03.21: Weitere Todesfälle

Nach der Meldung am heutigen Vormittag, teilte das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar soeben mit, dass weitere Corona bedingte Todesfälle zu beklagen sind. Gestern verstarben eine 94-jährige und eine 89-jährige Altenheimbewohnerin aus Seesen. Sie lebten verschiedenen Einrichtungen.

Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle liegt nunmehr bei 111.

01.03.21:Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar meldet zwei weitere Corona bedingte Todesfälle. Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Fälle beläuft sich somit auf 109.

Am Samstag ist ein 80-jähriger Mann aus Goslar im Krankenhaus verstorben. Heute verstarb ein 53-jähriger Goslarer in seiner Wohnung.

25.02.21:„Die Kritik am Impfstoff von AstraZeneca ist rational betrachtet nicht nachvollziehbar“

Interview mit dem Allgemeinmediziner und Goslars Ärztevereinssprecher Jens Suckstorff über die Corona-Impfkampagne und die Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca

Die Diskussion über die Wirksamkeit des Impfstoffes des Arzneimittelherstellers AstraZeneca ist gegenwärtig omnipräsent und führt in Teilen der Bevölkerung zu großer Verunsicherung. Viele Menschen wollen aufgrund der kolportierten geringen Wirksamkeit und den Berichten über Nebenwirkungen lieber mit den Mitteln anderer Hersteller geimpft werden.

Allgemeinmediziner und Goslars Ärztevereinssprecher Jens Suckstorff spricht sich im Interview für den Impfstoff von AstraZeneca aus, räumt Vorurteile hinsichtlich der Nebenwirkungen aus und bescheinigt dem Vakzin eine hohe Wirksamkeit.

 

Herr Suckstorff können Sie sich erklären, warum der Impfstoff von AstraZeneca, dem in Studien immerhin eine 70-prozentige Wirksamkeit attestiert wird, in so kurzer Zeit derart in Verruf kommen konnte?

 

Diese Kritik ist rational betrachtet nicht nachvollziehbar. Der Impfstoff wirkt zu fast 100 Prozent gegenüber der Notwendigkeit eines schweren Krankheitsverlaufes.

Es gab jedoch eine Reihe von Falschmeldungen und unglücklichen Umständen im Vorfeld der Impfstoffzulassung, welche zu diesem fälschlichen Eindruck in Teilen der Öffentlichkeit geführt haben.

Am 8. Februar beispielsweise wurde in einer Zeitung eine Überschrift gedruckt, dass dieser Impfstoff nur 8 Prozent an Wirksamkeit bei älteren Menschen habe. Diese Nachricht wurde sehr schnell als grobe Falschmeldung erkannt, war dann aber schon über andere Medien verbreitet worden.

Und auch „PR-Kampagne“ mit der Darstellung der Studienergebnisse durch den Impfstoffhersteller war sehr unglücklich.

In den ersten Studien wurden leider zu wenig ältere Menschen einbezogen, so dass die Europäische Zulassungsbehörde zwar eine generelle Zulassung erteilte, die Ständige Impfkommission (STIKO) aber aufgrund der zum damaligen Zeitpunkt noch fehlenden Daten für höhere Altersgruppen noch keine Zulassung für über 65-Jährige erteilen konnte.

Am 23. Februar wurden nun erste Ergebnisse aus Schottland veröffentlicht, welche klar zeigen, dass der Impfstoff aus Oxford auch bei älteren Menschen mindestens so gut wirkt wie die bisher in diesen Altersgruppen zugelassenen m-RNA-Impfstoffe.

Ich glaub das die STIKO in naher Zukunft anhand der vorliegenden Daten ihre Empfehlung zur Anwendung des Impfstoffes neu bewertet und wir dann den Impfstoff auch im höheren Lebensalter anwenden können.

 

Es ist immer wieder die Rede von starken Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem Impfpräparat von AstraZeneca. Seit der vergangenen Woche kommt das Mittel auch im Impfzentrum des Landkreises Goslar zum Einsatz. Welche Erfahrungen haben Sie und Ihre Kollegen bisher sammeln können?

 

Die Nebenwirkungsrate bei dem Impfstoff von Astra-Zeneca ist aus meiner Sicht nahezu identisch zu dem der anderen zugelassenen Impfstoffe.

Nur der Zeitpunkt unterscheidet sich. Während die Nebenwirkungen bisher nach der 2. Impfstoffdosis auftraten, so sind diese hier nach der ersten Gabe aufgetreten.

Die Symptome wie Schwäche, leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen traten meist am Folgetag auf und verschwanden am nächsten Tag vollständig.

Vereinzelt mussten Krankschreibungen für ein bis zwei Tage ausgestellt werden. Wie beim Impfstoff von Biontech traten die Nebenwirkungen je häufiger auf, desto jünger die Impflinge waren.

Aus meiner Sicht sind dies normale und erwartbare Nebenwirkungen. Laut Berichten des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts decken sich Anzahl und schwere der Nebenwirkungen in Deutschland mit den Beschreibungen in der Zulassungsstudie. Mir ist kein Fall mit anhaltend auftretenden Beschwerden bekannt.

 

Die Coronavirus-Mutationen werden in der Wirksamkeitsdebatte auch immer wieder ins Feld geführt. Angeblich erzielt der Impfstoff hier nicht so einen guten Schutz wie beispielsweise die Mittel von Biontech oder Moderna. Was trifft hier zu, wie ist der Stand der Forschung?

 

Hier ist die Aussage eindeutig: Alle bisher in Deutschland zugelassenen Impfstoffe wirken gegen die „englische Variante“ und den „Wildtyp“ in Bezug auf die Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung beziehungsweise des Todes infolge einer COVID-19 Erkrankung zu nahezu 100 Prozent.

Aussagen über die Wirksamkeit gegen die aktuell bei uns zum Glück kaum vorkommenden anderen Mutanten können heute noch nicht sicher getroffen werden.

 

Würden Sie Ihren Patienten also zu einer Impfung mit dem Mittel von AstraZeneca raten?

 

Ich würde diese Impfung, wie auch die mit den zugelassenen Impfstoffen anderer Hersteller, jedem Patienten empfehlen.

 

Und abschließend, wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen? Ist die Impfbereitschaft im Landkreis ausgeprägt oder besteht an dieser Stelle noch Nachholbedarf?

 

Aus meiner Sicht ist die Impfbereitschaft sehr gut. Der Wille dieses entscheiden Mittel auf dem Weg aus der Pandemie zu nutzen ist sehr groß. Mir ist beispielsweise eine Schule bekannt, in der sich 100 Prozent der Lehrkräfte für die geplante Impfung entschieden haben.

Natürlich fehlt es noch an Impfstoffdosen, aber ich denke das das Impfzentrum des Landkreises und auch die später zu Hilfe kommenden Hausarztpraxen sehr gut vorbereitet sind, um im März und April die Impfkampagne deutlich zu beschleunigen.

25.02.21: Landkreis Goslar sieht vorerst von dezentralen Impfangeboten in Kommunen ab Erreichbarkeit des Impfzentrums durch Stärkung des ÖPNV verbessert 

Zahlreiche Landkreise in Niedersachsen gehen aktuell dazu über, außerhalb ihrer Impfzentren dezentrale Impfangebote in den kreisangehörigen Kommunen zu unterbreiten. Der Landkreis Goslar wird von dieser Vorgehensweise vorerst absehen, da die Kapazitäten im hiesigen Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker bislang vollkommen ausreichen, und ein dezentrales Angebot einen enormen zusätzlichen logistischen und planerischen Aufwand verursachen würde.

Für hochbetagte Menschen, die zur ersten Impfgruppe gehören, kann es zwar mitunter ausgesprochen beschwerlich beziehungsweise auch fast unmöglich sein, den Weg zum Termin ins Impfzentrum alleine zu bewältigen. Das Land Niedersachsen hat aus diesem Grund jedoch ein Konzept auf den Weg gebracht, durch das Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, einen so genannten Krankenbeförderungsschein über ihren Hausarzt ausgestellt bekommen können.

Je nach Voraussetzung und Einschränkung rechnen die Beförderungsunternehmen die Kosten im Anschluss an die Fahrt entweder mit der Krankenkasse oder dem Land Niedersachsen ab. Eine vorherige Verauslagung der Kosten direkt beim Fahrer ist nicht notwendig. Die Ärzte und Fuhrunternehmen sind über dieses Verfahren informiert.

Menschen, die den Weg zum Impfzentrum noch selbstständig oder mit Hilfe von Angehörigen bewältigen können, werden aufgrund der vorherrschenden Parkplatzsituation darum gebeten, wann immer möglich den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. „Leider wird dieses Angebot gegenwärtig nur sehr spärlich in Anspruch genommen“, weiß Heinz Bock, stellvertretender Leiter des Impfzentrums. „Dabei haben wir bereits bei der Planung des Impfzentrums“, so Bock weiter, „mit den Verkehrsträgern abgestimmt, dass Buslinien bei Bedarf so verändert und verstärkt werden, damit das Impfzentrum direkt angefahren wird.“

Seit Anfang der Woche wurden daher die Linien 802 und 805 des Stadtbusses Goslar entsprechend verstärkt (detaillierte Fahrplaninformationen können den Hintergrundinformationen entnommen werden).

Landrat Thomas Brych weist darauf hin, dass natürlich auch weiterhin der Landkreis beratend zur Seite steht, wenn es Fragen rund um die Erreichbarkeit des Impfzentrums gibt. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Rufnummer (05321) 76-333 erreichbar. Weiterführende Informationen gibt es auch im Internet unter www.landkreis-goslar.de

 

Hintergrundinformationen zu den verstärkten Buslinien:

  • Die Linie 802 (Oker Am Müllerkamp/Kirchenbrücke - Sudmerberg - Innenstadt Bahnhof - Kramerswinkel – Krankenhaus) fährt das Impfzentrum montags bis freitags von 9:28 Uhr bis 17:28 Uhr stündlich an.

Für die Rückfahrt der Impflinge in Richtung Stadt bietet sich montags bis freitags die Haltestelle Oker-Kirchenbrücke an. Diese wird stündlich zwischen 7.39 Uhr und 18.39 Uhr in Richtung Sudmerberg/Ohlhof von der Linie 802 und halbstündlich von der Linie 801 (7.41 Uhr – 20.11 Uhr) in Fahrtrichtung Bahnhof / Altstadt bedient.

  • Die Linie 805 fährt die Haltestelle Eichenweg an Schultagen jeweils montags bis freitags 13.20 Uhr und 16.01 Uhr in Richtung Sudmerberg / Ohlhof / Innenstadt an.

25.02.21: Spielplatzkontrollen erfolgen mit Augenmaß 

Maskenpflicht und Schließungen stehen nicht zur Debatte

 

Das frühlingshafte Wetter der vergangenen Tage hat vielerorts die Menschen an die frische Luft gelockt, wo sie sich unter anderem in Parks oder, wenn Kinder dabei sind, auf Spielplätzen aufhalten.

Der Wunsch nach Bewegung und Entspannung unter freiem Himmel ist nachvollziehbar, in Zeiten einer weiterhin weltweit grassierenden Pandemie mit geschlossenen Einzelhandelsgeschäften, umfassenden Kontaktbeschränkungen und Homeschooling anstelle von Präsenzunterricht produzieren derartige Bilder jedoch nicht ausschließlich Wohlgefallen. So manchen Bürger mag beim Blick auf volle Spielplätze die Frage umtreiben, ob hier nicht ein nächster Corona-Hotspot entsteht.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat auf derlei Befürchtungen mit einer Maskenpflicht beim Joggen und auf Spielplätzen reagiert.

Im Landkreis Goslar ist ein solches Szenario nicht vorgesehen, dies ist das Ergebnis von Beratungen der Ordnungsamtsleitungen von Landkreis und Kommunen.

Frank-Michael Kruckow, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Verkehr und Bevölkerungsschutz beim Landkreis Goslar, unterstreicht, dass Spielplätze zwar hinsichtlich der Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert werden, die Einführung einer Maskenpflicht oder Schließungen jedoch nicht zur Debatte stehen.

Landrat Thomas Brych unterstützt diese Vorgehensweise, denn vor allem Kindern muss ein gewisser Bewegungsradius ermöglicht werden. „Die Pandemie beeinflusst unser Leben nun schon seit fast einem Jahr. Wir können nicht alles reglementieren und verbieten. Dies gilt ganz besonders für Kinder. Dennoch muss ich natürlich auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen sowie der gängigen Abstands- und Hygieneregeln hinweisen“, so der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Selbstverständlich werden auch weiterhin die Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht fortgesetzt. Und auch das Friseurhandwerk, das ab der kommenden Woche wieder öffnen darf, muss mit Besuchen vom Ordnungsamt rechnen.

25.02.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 107

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Heute wurde dem Gesundheitsamt der Tod eines 77-jährigen Mannes aus Goslar gemeldet. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle beläuft sich somit auf 107.

24.02.21: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar meldet zwei weitere Todesfälle, die im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stehen. Bereits am Montag ist eine 87-jährige Dame aus Goslar im hiesigen Krankenhaus verstorben. Am Dienstag verstarb ein 87-jähriger Bewohner eines Goslarer Alten- und Pflegeheims. Seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres registrierte das Gesundheitsamt bislang 106 Todesfälle.

23.02.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 104

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Wie das Gesundheitsamt meldet, verstarb ein 91-jährige Altenheimbewohner aus Goslar. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich nunmehr auf 104.

18.02.21: Zahl der Todesfälle liegt bei 102

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist leider erneut gestiegen. Das Gesundheitsamt berichtet vom Tod von zwei Bürgern aus Goslar. Im Krankenhaus sind ein 79-jähriger beziehungsweise ein 88-jähriger Mann an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Die Gesamtzahl aller bislang bestätigten Todesfälle beläuft sich somit auf 102.

15.02.21: Zahl der Corona bedingten Todesfälle steigt auf 100

Die Anzahl der Todesfälle im Landkreis Goslar, die im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, liegt inzwischen bei 100. Am Freitagnachmittag meldete das Gesundheitsamt, dass eine 84-jährige und eine 79-jährige Dame aus Vienenburg verstorben sind.

 

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat derweil einen Bericht über die ersten 707 Todesfälle durch/mit Covid-19 im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 27. September 2020 veröffentlicht. Bei rund 90 Prozent der Verstorbenen, so das Ergebnis der Untersuchungen, war Covid-19 die Todesursache. Etwa sieben Prozent sind mit einer Corona-Infektion verstorben, bei drei Prozent konnte die genaue Todesursache bislang noch nicht ermittelt werden.

 

Sehr deutlich wurde durch die Untersuchung herausgearbeitet, dass das Alter und Geschlecht erheblichen Einfluss auf die Sterblichkeit haben. Der Alterseinfluss beginnt jedoch viel früher als viele bisher annahmen. In der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen kommt es im Vergleich zur Altersgruppe der bis 40-Jährigen zu einer 7,8mal höheren Fallsterblichkeit. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit an einer Erkrankung mit dem Coronavirus zu versterben.

 

Mit Blick auf das Geschlecht hat die Untersuchung des NLGA gezeigt, dass Männer eine etwa doppelt so hohe Fallsterblichkeit wie Frauen haben.

12.02.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 98

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Bereits gestern meldete das Gesundheitsamt, dass eine 77-jährige Bewohnerin eines Goslarer Pflegeheims verstorben ist. Die Gesamtzahl aller bislang registrierten Todesfälle liegt somit bei 98.

11.02.21: Zahl der Todesfälle steigt auf 97

Das Gesundheits­amt des Landkreises Goslar hat heute weitere zwei Todesfälle gemeldet, die im Zusammen­hang mit einer Corona-Erkrankung stehen. Die Gesamt­zahl aller bisher bestätigten Fälle steigt somit auf 97.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 77-jährigen Mann aus Goslar und einen 65-jährigen Ein­wohner aus Vienenburg.

11.02.21: Zahl der Todes­fälle steigt auf 95

Erneut muss ein Corona bedingter Todesfall der Statistik im Landkreis Goslar hin­zu­gerechnet werden. Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Todes­fälle liegt somit bei 95. Wie dem Gesundheitsamt erst jetzt gemeldet wurde, ist bereits am 29. Januar eine 87-jährige Einwohnerin aus Seesen verstorben.

09.02.21: Gesundheitsamt registriert 94. Todesfall

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat einen weiteren Corona bedingten Todes­fall gemeldet. Die Gesamt­zahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres erhöht sich somit auf 94. Verstorben ist eine 81-jährige Einwohnerin aus Seesen.

08.02.21: Coronavirus: Gesamtzahl der Todes­fälle liegt bei 93

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist seit der letzten Meldung am Donnerstag vergangener Woche weiter gestiegen. Seit Freitag hat das Gesundheitsamt fünf weitere Todes­fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 sind 93 Todes­opfer zu beklagen.

Bei den jüngst verstorbenen Bürgerinnen und Bürgern handelt es sich um zwei jeweils 85-jährige Damen aus Bad Harzburg, eine 63-jährige und eine 84-jährige Goslarerin sowie einen 71-jährigen Mann aus Goslar.

08.02.21: Bundeswehr unterstützt in Alten- und Pflegeheimen; Soldatinnen und Soldaten übernehmen Durchführung von Corona-Schnelltests

Soldaten der Bundeswehr werden seit Freitag vergangener Woche zur Unterstützung bei der Durchführung von Corona-Schnelltests in Einricht­ungen der Altenpflege im Landkreis Goslar eingesetzt.

Insgesamt vier Alten- und Pflegeheime hatten auf einen entsprechenden Aufruf des Land­kreises reagiert, der in der Folge gemeinsam mit dem hiesigen Kreis­verbindungs­kommando der Bundes­wehr die nötigen Hebel in Bewegung setzte. Die insgesamt zehn Bundes­wehr­soldatinnen und –soldaten, die am Marine-Stützpunkt in Wilhelms­haven stationiert sind, werden bis zum 24. Februar in Alten- und Pflege­heimen in Goslar, Bunten­bock und Braun­lage für die Testung der Beleg­schaft, der Bewohner sowie der Besucher­innen und Besucher verantwortlich zeichnen.

Kai Lauenroth, Direktor des GDA Schwiecheldt­haus in Goslars Altstadt, freut sich über die schnelle und unkompli­zierte Hilfe von der Bundeswehr. In seinem Haus müssen seit Mitte Januar täglich mindestens 40 bis 45 Tests verpflichtend durch­geführt werden. Ein enormes Pensum, das bis dato von examinierten Pflege­kräften geschultert wurde. „Dank der Unterstützung durch die Bundes­wehr können wir unsere Leute nun ein wenig entlasten. So besteht unter anderem die Möglichkeit die zahl­reich aufge­bauten Überstunden ein wenig abzu­bummeln“, so Lauenroth.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

04.02.21: Zahl der Corona-Todesfälle steigt auf 88

Das Gesundheits­amt des Landkreises Goslar hat weitere zwei Todesfälle gemeldet, die im Zusammen­hang mit einer Corona-Erkrankung stehen. Die Gesamtzahl aller bisher bestätigten Fälle steigt somit auf 88. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 83-jährigen Mann aus Goslar und eine 67-jährige Dame aus Clausthal-Zellerfeld.

03.02.21: Coronavirus: Gesundheits­amt meldet weiteren Todesfall

Die Zahl der Corona bedingten Todes­fälle im Landkreis Goslar steigt weiter. Die Gesamtanzahl seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres beläuft sich nun auf 86. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, ist eine 56-jährige Frau aus Goslar verstorben.

02.02.21: Coronavirus: Gesundheitsamt meldet 84. Todesfall

Das Gesundheitsamt hat den 84. Corona bedingten Todesfall seit Beginn der-Pandemie im März vergangenen Jahres gemeldet. Verstorben ist eine 86-jährige Bewohnerin eines Bad Harzburger Pflegeheims.

28.01.21: Gesundheitsamt registriert 83. Todesfall 

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar hat den 83. Todesfall gemeldet, der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht. Verstorben ist eine 94-jährige Dame, die in einem Bad Harzburger Altenheim lebte.

 

28.01.21: Bürgertelefon knackt die 2.000er-Marke

2.012 Anrufe in sieben Stunden, das ist die heutige Bilanz am Bürgertelefon des Landkreises Goslar. Die Kolleginnen und Kollegen haben zusammengerechnet 19 Stunden und 53 Minuten telefoniert. In der Hauptsache ging es natürlich um die Vergabe von Impfterminen., wobei erneut darauf hingewiesen werden muss, dass die Terminvergabe zentral vom Land vorgenommen wird.

 

Die Impfhotline ist erreichbar unter der Rufnummer (0800) 99 88 665. Die Adresse des Impfportals lautet: www.impfportal-niedersachsen.de

 

Am morgigen Freitag wird das Bürgertelefon des Landkreises erneut unter der bekannten Rufnummer (05321) 76-333 von 9 bis 16 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen. Am Wochenende ist das Telefon indes nicht geschaltet.

 

28.01.21: Enormer Ansturm auf das Bürgertelefon des Landkreises

Das Bürgertelefon des Landkreises Goslar erlebt seit heute Morgen einen bislang nicht dagewesenen Ansturm. Bereits zehn Minuten nach Betriebsaufnahme zählte die Kreisverwaltung über 500 Anrufe, inzwischen (Stand 10.45 Uhr) sind es mehr als 1.600. Die Anrufer erkundigen sich in der Hauptsache hinsichtlich der Vereinbarung eines Impftermins. Bereits erfolgte Versuche, die Hotline des Landes zu erreichen, scheiterten aufgrund der vorhersehbaren Überlastung.Beim Bürgertelefon bitten sie nun um Rat.

 

Der Landkreis muss in diesem Zusammenhang wiederholt darauf hinweisen, dass die Terminvergabe zentral vom Land gesteuert wird. Der Landkreis selbst hat keine Möglichkeiten zur Terminvergabe.

 

Die vom Landkreis in Aussicht gestellte Unterstützung bei der Terminvereinbarung bezieht sich ausschließlich auf hochbetagte Bürgerinnen und Bürger, die nicht in der Lage sind selbstständig einen Termin auszumachen und auch auf keine Hilfe von Verwandten, Bekannten und Freunden zurückgreifen können.

 

Eine überlastete Hotline des Landes oder die Nichtverfügbarkeit von Terminen auf dem Impfportal zählen nicht zu den Gründen bei denen die Verwaltung helfen kann. Landrat Thomas Brych bittet die Menschen daher um Geduld. „Es war abzusehen, dass heute ein enormer Ansturm auf Hotline und Online-Portal erfolgen wird. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bürgertelefon sind auch gerne bereit Unterstützung zu bieten, wenn diese benötigt wird. Wir haben jedoch keinerlei Einfluss auf die Anzahl der verfügbaren Termine, die im Übrigen ausgesprochen rar gesät sind. Daher können wir nur dazu raten, die Impfhotline beziehungsweise das Impfportal zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu kontaktieren“, so Landrat Brych.

 

Der Impfstart im Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker wird übrigens am 8. Februar erfolgen. Für die ersten beiden Vormittage stehen 160 Termine zur Verfügung, die bereits alle ausgebucht sind.

  

26.01.21: Anzahl der Todesfälle steigt auf 79

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist um weitere vier Fälle auf insgesamt 79 gestiegen. Heute verstarben den Meldungen des Gesundheitsamtes zufolge eine 95-jährige Bad Harzburgerin, eine ebenfalls 95-jährige Goslarerin und ein 83-jähriger Mann aus Langelsheim. Bereits am Mittwoch vergangener Woche verstarb ein 90-jähriger Herr aus Bad Harzburg. Das Gesundheitsamt wurde erst heute über diesen Fall unterrichtet.

 

26.01.21: Betrieb im Impfzentrum startet nicht vor Mitte Februar

Bürgertelefon ab Donnerstag länger erreichbar

Ab kommenden Donnerstag, 28. Januar 2021, so hat es die Niedersächsische Landesregierung angekündigt, können Menschen, die mindestens 80 Jahre oder älter sind (und nicht in einem Alten- und Pflegeheim leben), einen Termin zur Impfung gegen eine Erkrankung mit dem Coronavirus vereinbaren. Aufgrund der Tatsache, dass die Ressource Impfstoff weiterhin Mangelware ist, wird der Betrieb im Impfzentrum des Landkreises Goslar in der Helmut-Sander-Sporthalle in Oker jedoch voraussichtlich erst Mitte Februar starten können.

 

Wer also ab Donnerstag telefonisch über die Hotline (0800 99 88 665) oder online über das Impfportal (www.impfportal-niedersachsen.de) des Landes einen Termin vereinbaren möchte, wird zunächst keine verbindliche Zusage, sondern vorerst einen Platz auf einer Warteliste erhalten. Demnach ist weiterhin Geduld gefragt.

 

Die ursprünglich für Montag angekündigte vierte Impfstofflieferung wurde vom Land inzwischen auf den 5. Februar verschoben und soll für die Impfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern verwendet werden. Über weitere Impfstofflieferungen, die dann auch im stationären Impfzentrum in Oker zum Einsatz kommen könnten, hat die Goslarer Kreisverwaltung bislang keine Nachricht erhalten.

 

Landrat Thomas Brych bittet um Verständnis und Nachsicht, betont aber gleichzeitig, dass der Landkreis keinerlei Einfluss auf die Lieferung des Impfstoffes und somit auch keinen Einfluss auf die Anzahl der verfügbaren Termine hat. „Im Einklang mit den einschlägigen fachlichen Empfehlungen und Vorgaben hat für uns weiterhin die Impfung der Bewohner und Beschäftigten in unseren Alten- und Pflegeheimen höchste Priorität. Da wir im Landkreis 42 derartige Einrichtungen zählen, haben wir es mit der uns bisher zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge nicht schaffen können, alle Häuser mit unseren mobilen Teams aufzusuchen. Erst, wenn wir hier Vollzug melden können und ausreichend Impfstoff bereitsteht, werden auch stationäre Impfungen möglich“, so der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

 

Die Kreisverwaltung hat in dieser Woche in Ergänzung des Schreibens des Landes die Bürgerinnen und Bürger der Gruppe der über 80-Jährigen mit Unterstützung der Kommunen über die Impfsituation im Landkreis mit einem persönlichen Brief informiert.

 

Darin werden die Seniorinnen und Senioren nicht nur über den verzögerten Impfstart unterrichtet, sondern es werden auch Hinweise zu Hilfsangeboten gegeben. So können sich Menschen aus dem Landkreis Goslar, die nicht in der Lage sind, selbstständig oder mit Hilfe von Verwandten, Freunden oder Bekannten einen Impftermin zu vereinbaren, an das Bürgertelefon unter der Rufnummer (05321) 76-333 wenden. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dann Unterstützung bieten.

 

Der Landkreis weist nochmals darauf hin, dass von der hiesigen Verwaltung keine Impftermine oder Wartelistenplätze vergeben werden können, dies erfolgt zentral über das Land. Ferner erinnert die Verwaltung daran, dass die Schreiben vom Land oder nun vom Landkreis nicht mit einer Terminvereinbarung gleichzusetzen sind. Bei den Briefen handelt es sich lediglich um ein Informationsschreiben. Termine müssen unabhängig vom Erhalt eines solchen Briefes vereinbart werden.

 

Die Erreichbarkeit des Bürgertelefons des Landkreises Goslar wird ab Donnerstag erweitert. Montags bis donnerstags sind die Kollegen in der Zeit von 9 bis 16 Uhr erreichbar, freitags von 9 bis 12 Uhr. Am Freitag, 29. Januar, wird das Bürgertelefon aufgrund der erwarteten Vielzahl von Anrufen ebenfalls von 9 bis 16 Uhr besetzt sein.

 

Derweil haben die mobilen Impfteams heute mit den Zweitimpfungen in Alten- und Pflegeheimen begonnen. Genau drei Wochen nach dem Start der Impfkampagne wurden heute erneut die Einrichtungen in Hahnenklee und Clausthal-Zellerfeld aufgesucht.

 

25.01.21: Coronavirus: Zahl der Todesfälle steigt auf 73

Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle im Landkreis Goslar ist auf 73 Fälle angestiegen.

Bereits am Freitag verstarb eine 79-jährige Dame aus Bad Harzburg im Goslarer Krankenhaus. Am Sonntag starb ein 86-jähriger Mann aus Goslar. Heute wurde dem Gesundheitsamt der Tod eines 90-jährigen Goslarers gemeldet.

 

15.01.21: Coronavirus: Zahl der Todesfälle steigt auf 59

Im Landkreis Goslar sind leider weitere vier Bürgerinnen und Bürger in Folge einer Corona-Erkrankung verstorben. Die Zahl aller bislang registrierten Todesfälle steigt somit auf 59. Bereits am Mittwoch erhielt das Gesundheitsamt die Nachricht vom Tod einer 88-jährigen Dame aus Bad Harzburg. Am gestrigen Donnerstag wurden drei weitere Todesfälle gemeldet. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 90-jährigen Bad Harzburger, einen 86-jährigen Goslarer und einen 86-jährigen Herrn aus Liebenburg.

 

14.01.21: Landkreis informiert Alten-/ Pflegeheime über Ablauf der mobilen Impfungen

„Impfen ist die bislang einzig wirksame Therapie gegen eine Corona-Erkrankung“. Dies war eine der zentralen Botschaften, die in dieser Woche den Leitungskräften der Alten- und Pflegeheime aus dem Landkreis Goslar an die Hand gegeben wurde. Im Kreishaus informierte die Verwaltung an zwei Abenden über die Arbeit der mobilen Impfteams, die seit vergangener Woche im Einsatz sind.

 

Erste Kreisrätin Regine Breyther berichtete von einem sehr erfolgreichen Impfauftakt: „Ich freue mich sehr über die bisher gut angelaufenen Impftermine in unseren Alten- und Pflegeheimen. Die Kooperations- und Impfbereitschaft ist wirklich vorbildlich.“

 

Milica Pohler und Timo Rewitz, organisatorische Leiter der mobilen Impfteams, berichteten, dass bisher 1.150 Bewohner und Mitarbeiter in den Häusern die erste von zwei Impfungen erhalten haben. Auch sie bedankten sich bei den Heimleitungen für die reibungslose Zusammenarbeit und erläuterten im weiteren Verlauf die organisatorische Vorbereitung und die Abläufe an den Impftagen. Unter anderem wies Rewitz die Heimleitungen darauf hin, dass Besonderheiten selbstverständlich berücksichtigt werden. „Demenzpatienten“, benannte Rewitz ein Beispiel, „werden in ihrem gewohnten Umfeld geimpft, um das organisatorisch bestmöglich zu planen ist eine vorhergehende Info an uns wichtig.“

 

Die mobilen Impfteams bestehen jeweils aus einem Arzt, einer medizinischen Assistenz und einer Verwaltungskraft. Der Schutz der Bewohner hat bei den Impfeinsätzen oberste Priorität. Aus diesem Grund werden alle Teammitglieder vor jedem Einsatz auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet und selbstverständlich werden auch stets alle Hygieneregeln umfassend beachtet. Neben der Impfung gehört auch eine umfassende Dokumentation zu den Aufgaben vor Ort. Der Verwaltungsaufwand muss durchaus als hoch bewertet werden.

 

Eine erfreuliche Botschaft konnte Dr. Klaus Lange-Breyther, medizinischer Leiter des Impfzentrums, mitteilen. Entgegen der bundesweiten Presseberichte, ist die Impfbereitschaft des Pflegepersonals im Landkreis Goslar sehr hoch. Dies bestätigten auch anwesende Heimleitungen, in deren Einrichtungen bereits geimpft wurde: „90 Prozent der Kolleginnen und Kollegen haben das Angebot einer Impfung sofort wahrgenommen.“

 

Ferner berichtete der Mediziner über die bisherigen Erfahrungen mit dem Vakzin des Herstellers Biontech-Pfizer, das er als „sehr verträglich“ bewertet. „Bislang ist es zu keinerlei gesundheitlichen Zwischenfällen im Landkreis Goslar gekommen. Auch dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegen mit Blick auf den Bund keine anderslautenden Erkenntnisse vor“, so Dr. Lange-Breyther.

 

Einzig die Verfügbarkeit des wertvollen Impfstoffes führt gegenwärtig dazu, dass die vorhandenen Kapazitäten nicht ausgeschöpft werden können. Der Landkreis hofft hier auf zügige Verbesserungen. Glücklicherweise wurden die nächsten Lieferungen bereits angekündigt. Heute und am kommenden Montag erhält die Verwaltung Impfdosen für insgesamt rund 2.300 Impfungen. Diese werden in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt. Die Planungen für die nächsten Einsätze laufen bereits auf Hochtouren

 

06.01.21: Verleih von Ski- und Rodelgerät ist ab sofort an Wochenenden und Feiertagen untersagt

Landkreis trifft auch Regelungen zum Umgang mit Snack- und Imbissständen

Per Allgemeinverfügung untersagt der Landkreis Goslar ab sofort den Verleih von Wintersportgeräten (beispielsweise Skier und Schlitten) in den Wintersport- und freizeitgebieten im Landkreis Goslar. Dieses Verbot gilt an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen und bezieht alle derartigen Betriebe ein. Ihr besonderes Augenmerk auf Einhaltung der Regeln werden die Kontrolleure an den Wochenenden auf die Ortslage Torfhaus sowie die beliebten Rodelhänge rund um Braunlage legen.

 

Mit dieser Verschärfung der Corona-Regeln will die Kreisverwaltung dazu beitragen, einen erhöhten Besucherandrang an Rodelhängen mit entsprechender Infrastruktur zu verhindern. Darüber hinaus regelt die Allgemeinverfügung auch den Umgang mit Verkaufsstellen für Speisen und Getränke. Diese werden für den Rest eines Tages geschlossen, sollte sich die Anzahl der Personen, die sich in einem Umkreis von 30 Metern rund um einen solchen Imbiss- oder Snackstand aufhalten, derart erhöhen, dass eine Einhaltung der Mindestabstandsregelungen nicht mehr möglich ist.

 

Die Schließung erfolgt auch unabhängig der Personenzahl, sollten sich die Verstöße gegen Abstands- und Hygieneregeln oder die Maskenpflicht häufen. Auch diese Regelung gilt an Samstagen, Sonn- und Feiertagen. Landrat Thomas Brych macht wiederholt darauf aufmerksam, dass dringend von Tagesausflügen in den Harz abgesehen werden soll. Ferner weist Brych darauf hin, dass auch im Harz die Regeln zur Eindämmung der Coronapandemie gelten. Die Regelungen zur Maskenpflicht an stark frequentierten öffentlichen Orten, wie beispielsweise auf dem Großparkplatz Torfhaus oder beliebten Rodelhängen im Stadtgebiet Braunlage, entfalten weiterhin Wirkung und sind nicht als gut gemeinter Ratschlag zur idealen Verhaltensweise fehlzuinterpretieren.

 

Wie bereits gestern kommuniziert müssen sich potentielle Ausflügler unter anderem auf verstärkte Kontrollen und situationsabhängige Straßensperrungen einstellen. Dazu Landrat Brych: „Bilder wie vom vergangenen Wochenende will ich vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage nicht noch einmal sehen. Wir sollten dabei auch die Verlängerung und Verschärfung des aktuellen Lockdowns im Blick behalten. Dies geschieht nicht zum Spaß. Die Lage ist weiterhin ausgesprochen ernst und verlangt unsere volle Aufmerksamkeit.“

 

05.01.21: Coronavirus: Gesundheitsamt meldet zwei weitere Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar meldet zwei weitere Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Bereits am 29. Dezember 2020 ist eine 88-jährige Einwohnerin aus Liebenburg und am 1. Januar 2021 eine 90-jährige Bewohnerin eines Langelsheimer Altenheims verstorben.

 

Die Gesamtzahl der Todesfälle aus dem Kreisgebiet seit Beginn der Pandemie erhöht sich somit auf aktuell 52.

 

04.01.21: Impfstart im Landkreis Goslar

Mobiles Impfteam nimmt Arbeit in Alten- und Pflegeheimen auf

Am morgigen Dienstag starten auch im Land­kreis Goslar die ersten Corona-Impfungen, die von mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden. Den ersten Impf­stoff hat der Landkreis heute am frühen Nachmittag in Empfang nehmen können. Die erste Charge reicht für etwa 1.000 Impfungen.

 

Landrat Thomas Brych freut sich, dass es nun endlich losgehen kann: „Wir sind einsatz­bereit und freuen uns, dass wir nun endlich mit dem Impfen starten können, dies stimmt zuversichtlich. Zunächst werden jedoch nur unsere mobilen Impf­teams in den Einsatz geschickt. Wann der Betrieb im stationären Impfzentrum in Oker aufgenommen wird, hängt von der weiteren Versorgung mit dem Impfstoff ab.“

 

Exakte Informationen, wann der Landkreis mit der zweiten Lieferung rechnen kann, konnten von Seiten des Landes bislang nicht beant­wortet werden. In der Kreis­ver­waltung ist man jedoch hoffnungsvoll, dass bereits in der kommenden Woche mit weiteren Impf­dosen zu rechnen ist.

 

Über den Start im stationären Impfzentrum in der Helmut-Sander-Sporthalle und die Termin­vergabe, die das Land Niedersachsen zentral koordiniert, wird der Landkreis berichten, sobald in diesen Punkten Klarheit und Planungssicherheit herrschen.